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Herlicius, David

David Herlicius

„M. David Herlitz, von Zeitz/ Medicus, Professore Mathematus der Vniversitet Gryphswald.“; „der Philosophiae vnnd Medicinae Doctor, Astronomus, vnd bestalter Physicus der löblichen Stadt Stargard in Pommern“; „von Zeitz/ Philosophiae et Medicinae Doctor/ Poeta Laureatus Caesarus/ vnd Medicus zu Lübeck“; „Philosophiae & Medicinae Doctor, Poeta Laureatus Caesareus, vnnd zu Lübeck bestalter Physicus ordinarius“ (Selbstbezeichnungen auf den Titelblättern, zit. 1594 von Reihe 1, 1605, 1614 von Reihe 3, 1608 von Reihe 5)
* 28.12.1557 Zeitz, † 15.8.1636 Stargard
Kalender seit 1584, erschienen bis 1655

Die letzten zwei umfassenden, auf Sichtung von archivalischen Quellen und der älteren Literatur beruhenden Biographien über David Herlicius wurden vor über 80 bzw. vor fast 50 Jahren verfaßt (Schönfeld, 1930; Matthäus, 1969, Sp. 1050–1055). Die nach wie vor ausführlichste Lebensbeschreibung lieferte nach wie vor → Lorenz Eichstädt, Herlicius’ Schüler und Freund, bereits 1636 in Form eines Briefes an den Drucker David Rhete kurz nach dem Tod von Herlicius. In den zweiten Teilen seiner Kalender, den Prognostiken, und in einigen seiner anderen Drucke streute Herlicius regelmäßig autobiographische Details ein.
David Herlicius (Herlitz) wurde am 28. Dezember 1557 in Zeitz geboren (Eichstädt, 1636, S. K1a). Sein Vater Andreas Herlitz war Ratsherr und Kämmerer, seine Mutter war Susanna Hanemann aus Schleiz im Vogtland (ebd., S. K1b). Er hatte wenigstens drei Brüder, Andreas, Elias und Jacob (Schönfeld, 1930, S. 144f.; zu Elias siehe auch LWVL, 2011, Bd. 3, Sp. 307–311). Die Schulbildung erlangte er in Zeitz und Weida (ebd., S. 144). Im Sommersemester 1576, also mit 18 Jahren, begann er an der Universität Jena zu studieren (Mentz/Jauernig, 1944, S. 153 „Herlitz, Dav., Zicen. 1576a, 45“). Über sein Studium in Jena berichtete Herlicius, daß der „Herr Andreas Ellinger/ piae memoriae, mein lieber Praeceptor, Doctor vnd Professor weiland der löblichen Vniversitet Jenae“ gewesen war (Schreibkalender Reihe 1 für 1602, zweiter Teil, S. A3a). Von Jena aus wechselte er vermutlich zunächst an die unweit von Zeitz gelegene Universität in Leipzig (einen Matrikeleintrag gibt es nicht, vgl. Erler, 1909, Bd. 1, S. 181), denn im Februar 1579 verfaßte er ein Hochzeitsgedicht, das in Leipzig gedruckt wurde (anderer Druck, Titel 44). In Leipzig las er Bücher von „Latinos, Graecos, Poetas, Oratores, Philologos, Historicos, Philosophos, Mathematicos, Medicos“ Autoren und hörte unter anderem → Moritz Steinmetz in Mathematik (Eichstädt, 1636, S. K2a). Am 30. Juli 1579 schrieb sich Herlicius in die Matrikel der Universität Wittenberg ein (Förstemann, 1841, Bd. 2, S. 289 „[1579] Iulius […] 30. Dauid Herlicius Cicensis“). Nach eigener Aussage habe er in Wittenberg „fast in der gantzen Astronomia vnd Physicis, den studiosis in grosser anzahl vnd concurs, Anno 80. vnd 81. privatim proponiert“ (Herlicius, 1606 (anderer Druck, Titel 33), S. B3a). Ob er tatsächlich 1581 noch in Wittenberg war, kann angezweifelt werden, denn bereits im November 1580 wurde er an der Universität Rostock immatrikuliert (Hofmeister, 1889, Bd. 2, S. 203 „Mense Novembri [1580] Mgr. Dauid Herlicius Cicensis). In Rostock erwarb er den Magistergrad (Eichstädt, 1636, S. K2b).
Nach dem Studium wurde Herlicius zunächst Konrektor an der Schule in Güstrow, wechselte aber 1582 nach Prenzlau, wo er Stadtphysicus wurde. Ein Jahr später war er Physicus in Anklam, offenbar als Nachfolger von → Joachim Gropler. Hier begann Herlicius mit dem Schreiben von Kalendern („Anno 1584. primum suum Calendarium & Prognosticon de mutationibus aurae & tempestatum in hoc Physicatu publicavit“, Eichstädt, 1636, S. K2b). Herlicius selbst meldete in einem Sendbrief, geschrieben 1608, daß er „nu in die 25. Jahr/ […] Calendaria vnd Prognostica publicieret“ habe (Herlicius, 1608 (anderer Druck, Titel 34), S. A2a), was ebenfalls auf das Jahr 1584 für seinen ersten Kalender führt. 1585 erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Greifswald (Friedländer, 1893, Bd. 1, S. 329 „Nomina professorum, qui tum academiae praeerant: […] mgr. David Herlitz“, S. 330 „Hoc tempore professores fuerunt: […] mgr. David Herlitzius, professor mathematum. Hic successit magistro Philippo Wegnero pie defuncto et in numerum professorum mediante iuramento cooptatus fuit 16. Octobris anni 1585“; vgl. Thümmel, 2008, S. 226f.). Den Höhepunkt seiner akademischen Laufbahn, in der er dreimal (am 13.1.1588, 6.11.1591, 1.11.1596, ebd., S. 228, 231, 241) zum Dekan der philosophischen Fakultät gewählt wurde, erlangte er in den Jahren 1596 und 1597, als er am 18. September 1596 zum Doktor der Medizin promoviert wurde („Pro laurea Asclepiadea doctorali impetranda disputatio de epilepsia veteri more in curia urbana 18. Septembris est habita“, Friedländer, 1893, Bd. 1, S. 359; vgl. Thümmel, 2002, S. 89), kurz darauf ab 1. November 1596 das dritte Dekanat ausübte und am 9. Oktober 1597 zum Rektor gewählt wurde (Friedländer, 1893, Bd. 1, S. 363, 364). Ein Ölgemälde (Porträt) von Herlicius befindet sich heute in der Kustodie der Universität Greifswald (UB Greifswald, Inv.-Nr. KU000082, abgebildet in Alvermann/Dahlenburg, 2006, S. 104).
Im April 1598 verließ er die Greifswalder Universität und trat die Stelle des Stadtarztes in Stargard an. Sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl wurde der Sohn seines Vorgängers → Philipp Wegener, → Johann Wegener. Zum Weggang von Greifswald bemerkte Herlicius am 19. April 1598 eigenhändig in der Greifswalder Matrikel: „Pecuniam ab inscriptione et mulcta collectam concessit et donavit mihi academia, cum in Mense Aprili ab ea discederem ad physicatum inclytae urbis Stargardiensium, a quibus legitime vocatus dimissionem petivi ab illustrissimo principe et academia […]“ (Friedländer, 1893, Bd. 1, S. 365; Übersetzung nach Thümmel, 2002, S. 91: „Das von Einschreibung und Strafgebühr zusammengekommene Geld gewährte und gab mir die Universität, als ich im Monat April von ihr in das Physicat der berühmten Stadt der Stargarder ging, von denen ordnungsgemäß berufen ich von dem durchlauchtigsten Fürsten und der Universität die Entlassung erbat.“). Der Grund für den Weggang waren die zu geringen Bezüge als Mathematikprofessor (Schönfeld, 1930, S. 147). Bis 1606 blieb Herlicius in Stargard, ging dann aber nach Lübeck (Eichstädt, 1636, S. K3b). Zu Ostern 1606 schrieb er über den Grund des Wechsels. Demnach verließ er Stargard, weil er dort „durch anstifftung des leidigen Teuffels/ vnd seiner hellischen werckzeuge/ nemlich etlicher grewlichen Calumnianten/ verleumbder/ Paßquillanten/ vnd ehrenkrencker/ ich hertzlich betrübt/ höchlich diffamiret vnd vernichtet worden/ wiewol ohne jenigen grund der warheit/ vnd nur aus eitel neidt/ abgunst/ vnnd zancksüchtigkeit etlicher böser Scharganten/ Bestien vnd Bachanten“ (Schreibkalender Reihe 5 für 1607, zweiter Teil, S. A2b). Der Rat von Stargard habe daraufhin veranlaßt, daß der Rat von Lübeck eine „ordentliche Vocation“ aussprach und „mich von Ihnen zu Euch für jhren Physicum avociret vnd bestellet hatte“ (ebd., S. A3a). Der damalige „phÿsicus ordinarius D: Dauid Randaw der Medicin D:“ hatte 1605 Lübeck in Richtung Wismar verlassen, so daß der Lübecker Rat am 19. September 1605 einen Brief an Herlicius verfaßte, in dem er zu wissen verlangte, ob Herlicius „des orts auch erlassen werden kan so in haec Republica pro medico bedinget zu sein lust“ habe (StA Lübeck, 1.1-1, 23753, Konzept des Briefs des Lübecker Rats an David Herlicius, Lübeck 19.9.1605). In der Bestallungsurkunde vom 18. November 1605 werden die Pflichten des Stadtarztes und die Art der Besoldung (freie Wohnung, jährlich 200 Mark Lübecker Geld, Steuerbefreiung) aufgeführt (StA Lübeck, 1.1-1, 23753, Bestallungsurkunde, siehe das Quellenzitat). Seit der Zeit in Lübeck bezeichnete er sich auf seinen Kalendern als kaiserlich-gekrönter Poet (vgl. Flood, 2006, Bd. 2, S. 850).
In Lübeck geriet er mit dem Kalendermacher → Bernhard Messing in Streit (Herlicius, 1606 (anderer Druck, Titel 33)). 1614 kehrte Herlicius nach Stargard zurück, wo er privat als Arzt praktizierte (Eichstädt, 1636, S. K4a). Während seiner Stargarder Zeit geriet er erneut mit einem Kalendermacher (→ Nicolaus Heldvader) in Streit. Herlicius starb am 15. August 1636 („die 18. Calend. Septembris“ in Stargard, ebd., S. L4b).
Herlicius heiratete 1593 Regina Hunger, Tochter eines vornehmen Bürgers in Prenzlau („primarij Civis Primislaviensis filiam“, Eichstädt, 1636, S. K3a), und, nachdem diese 1610 gestorben war, 1611 Ursula Fuhrmann, Tochter des Stargarder Archidiakons Jacob Fuhrmann (ebd., S. K4a; Amici, 1611). Beide Ehen blieben kinderlos.
Mit einigen Mathematikern und Astronomen verband ihn ein Briefwechsel, neben Eichstädt z. B. mit → David Origanus in Frankfurt an der Oder, → Peter Crüger in Danzig, Adrian Metius in Franeker und → Anton Helwig (Eichstädt, 1636, S. L3a), dem Sohn von → Andreas Helwig, mit dem Herlicius ebenfalls bekannt war. Einige Briefe sind überliefert (SUB Hamburg). Briefe an den Nürnberger Rat sind ebenfalls überliefert (BSA Nürnberg; vgl. Matthäus, 1969, Sp. 1054, Anm. 517). Auch zu dem viel jüngeren → David Frölich kann eine Verbindung nachgewiesen werden: dieser muß Herlicius in Stargard besucht haben, denn Frölichs auf den Reisen in den 1620er Jahren geführtes Stammbuch (Album amicorum) enthält einen Eintrag von Herlicius (Dukkon, 2013, S. 344).
Das oben gezeigte Bildnis ist ein Ausschnitt aus einem Blatt, auf dem unter dem Bild ein lateinisches Lobgedicht auf Herlicius, das von Magister Paulus Rutingius verfaßt wurde, enthalten ist. In den Kalendern bzw. Prognostiken ist ein anderes Bildnis Herliciusʼ mit einem Lobgedicht des Straßburger Professors Caspar Brülow enthalten (das Porträt wird beschrieben in Jackowska/Szarszewski/Paluchowski, 2017, S. 66–71).
Die Kalender mit den Prognostiken von Herlicius wurden von den Menschen niederen und höheren Standes sehr geschätzt, weshalb sie auch in lateinischer, böhmischer, polnischer, dänischer, schwedischer und ungarischer Sprache erschienen (vgl. Matthäus, 1969, Sp. 1051). Bisher wurden nur die Kalender in deutscher Sprache systematisch recherchiert. Das älteste überlieferte Exemplar ist ein Prognostikum für 1591 (MB Halle, R 3.68). Überliefert ist auch ein niederdeutscher Almanach für 1600 (SBPK Berlin). Einige schwedische Kalender (in 16°) befinden sich in der Königlichen Bibliothek in Stockholm, einige dänische in der Königlichen Bibliothek Kopenhagen. Auf dem Titelblatt eines ungarischen Kalenders für 1629 wird Herlicius als Nachfolger von → Valentin Hancke genannt (RMNy, 1983, S. 448f.).
Herlicius widmete seine Kalender stets hohen Persönlichkeiten. Für die auf Nürnberg gerichteten und dem Rat gewidmeten Kalender erhielt Herlicius jährlich bis zu 30 Gulden verehrt (Matthäus, 1969, Sp. 1052).
In dem Widmungsschreiben an Joachim Friedrich, Markgraf zu Brandenburg, erwähnte Herlicius, daß der Markgraf dem „Buchdrucker Joachim Rheten zu Stettin/ auff vnser beyder vnterthenige supplication, ein festes vnd starckes privilegium in gnaden mitgetheilet/ nemlich das/ bey angedeuteter namhafftiger vnd ansehnlicher geltstraffe/ niemandt in der gantzen Marck Brandenburg vnnd Churfürstenthumb/ meine Calender vnd Prognostica, bis auffs 1622. Jahr/ als er Jochim Rhete vnnd seine Erben/ drucken/ noch distrahieren oder feil haben soll“ (Schreibkalender Reihe 3 für 1605, zweiter Teil, S. A3b; vgl. Matthäus, 1969, Sp. 1051: Joachim Rhetes Erben erhielten 1614 ein kaiserliches Privilegium (dazu Herlicius’ Brief vom 12. Dezember 1611 an den Lübecker Rat mit der Bitte, dieser möge durch ein Intercessionsschreiben an Herrn Steffen Ilgen, Agent am Prager Hof, das Ersuchen um ein Privilegium „vber mein Astronomisch werck vnd Calendariographiam“ unterstützen, überliefert im StA Lübeck, 1.1-1, 2368); Matthäus, 1969, Sp. 1054: David Rhete erielt 1625 ein kaiserliches Generalprivilegium; vgl. Koppitz, 2008, S. 199, 229, 441). Im Kalender für 1606 beklagte sich Herlicius darüber, daß dem Drucker Joachim Rhete, „der solche meine Prognostica vnd Calendaria mir abgehandelt/ vnnd numehr ins 16. Jahr reinlich vnd fleissig gedruckt/ vnd darauff Jehrlich ein ansehnliches wendet/ ein mercklicher schade beygefüget wird“, weil „Calenderdiebe in viel lender vnd Fürstenthümb jhre (oder vielmehr meine) an andern örtern (denen sie doch falsche vnd ertichtete namen geben/ vnd also dieselben Buchdrucker dieses falsi vnnd betrugs sich mit theilhafftig machen) gedrückte Prognostica vnnd Calendaria distrahieren oder verhandeln“ (Schreibkalender Reihe 3 für 1606, zweiter Teil, S. A3a). Wenn der Kalender für 1606 bereits der 16. von Rhete gedruckte Jahrgang war, dann war der Kalender für 1591 der erste (vgl. bei → Rhete, Georg).
Auch vom polnischen König Zygmunt August III. Waza erhielt Herlicius am 6. Mai 1613 ein Privilegium für seine Kalender, das im Staatsarchiv Danzig überliefert ist (Sign. APG 300, 36/12; für den am 27. September 2018 erhaltenen Hinweis auf diese Quelle danke ich Dr. Piotr Paluchowski, Danzig).

Titel:
Von den für 1584 bis 1590 verfaßten Kalendern ist weder ein Exemplar überliefert noch der Drucker bzw. Druckort bekannt.
Deutsche Kalender:
(1) 1591–1643: Schreibkalender [auf Stettin gerichtet], Format 4°.
(2) 1600–1642: Schreibkalender [auf Danzig gerichtet], Format 4°.
(3) [1600?]–1631[?]: Schreibkalender [auf Stargard gerichtet], Format 4°.
(4) 1604: Schreibkalender [auf ? gerichtet], Format 4°.
(5) 1607–1612[?]: Schreibcalender [auf Lübeck gerichtet], Format 4°.
(6) 1614: Schreibcalender [auf ? gerichtet], Format 4°.
(7) 1611–1655: Schreibkalender [auf Nürnberg gerichtet], Format 4°.
(8) 1630[?]–1651[?]: SchreibCalender [auf Wien gerichtet], Format 4°.
(9) 1644[?]–1646[?]: Schreib=Calender, Format 8°.
(10) 1600[?]–1637[?]: Calendarium/ Oder Almanach vnd klein Prognosticon, Format 16°.
(11) 1608[?]–1641[?]: Schreibcalender [Kleiner Schreibcalender], Format 16°.
Niederdeutscher Kalender:
(12) [?]–1600–[?]: Calendarium edder Almanach, Format 16°.
Schwedische Kalender:
(13) 1601[?]–1644[?]: Calendarium Eller Almanach [auf Stockholm gerichtet], Format 16°.
(14) [?]–1630–[?]: Calendarium Eller Almanach [auf Uppsla gerichtet], Format 16°.
Dänischer Kalender:
(15) 1597–1601[?]: Allmanach/ Oc Practica/ paa det Aar. [1602?]–1608: Calendarium Eller Almanach/ Paa det Aar, Format 16°.
Ungarische Kalender:
(16) 1619[?]–1631[?]: Kalendarium, Format 16° [ab 1629 in Nachfolge von Valentin Hancke].
(17) Vy És O kalendarium, Format 16°.
Druck und Verlag:
(1), (3), (10), (11), (12) 1591–1592: Georg Rhete d. Ä., Stettin, 1593–1612: Joachim Rhete, Stettin, 1613–1615: Joachim Rhetes Erben, Stettin, 1616–1623: Johann Christoph Landtrachtinger, Stettin, 1627–1639: David Rhete, Stettin, 1640–1643: Georg Rhete d. J., Stettin.
(2) 1601–1618[?]: Druck in Stettin (Rhete), 1619–1625: ?, 1626–1640: Druck in Danzig, [1641?]–1642[?]: Georg Rhete d. J., Danzig.
(4) 1604: Johann Franck, Magdeburg.
(5) 1607–1610[?]: Druck Martin Henckel, Wittenberg, Verlag Paul Helwig, Wittenberg, [1611?]–1612[?]: Friedrich Hartmann, Frankfurt an der Oder. Auch 1610[?]–1612[?]: Joachim Rhete, Stettin, 1613–1614[?]: Joachim Rhetes Erben.
(6) 1614: Joachim Mechler, Erfurt.
(7) 1611–1615: Georg Leopold Fuhrmann, Nürnberg, 1616–1621: Johann Christoph Landtrachtinger, Stettin, (1616–1618 zu finden bei Georg Endter d. J., Nürnberg, 1619–1620 zu finden in Leipzig), 1622–1623: Georg Endter d. Ä., Nürnberg, 1624–1655: Wolfgang Endter d. Ä., Nürnberg.
(8), (9) Wolfgang Endter d. Ä., Nürnberg.
(13) 1601[?]–[1604?]: A. Gutterwitz, Stockholm, 1605[?]–1610: A. Olufsson, Stockholm, 1611–1612: Chr. Reusner, Stockholm, 1613–1629: Ign. Meurer, Stockholm, 1629–1644: Gerhard Schröder, Riga, 1631–1634: Chr. Reusner, Stockholm, 1635–1641: H. Keyser, Stockholm, 1644: Chr. Günther, Linköping.
(14) Ign. Meurer, Stockholm.
(15) 1597–[1599?]: ?, Lübeck, 1600–1608: Heinrich Waldkirch, Kopenhagen.
(16) 1619–[?]: Lipsiai Pál, Debreczen, [?]–1626[?]: Meszleni, Ferier-Varat, 1626[?]–1639[?]: Lorenz Brewer, Leutschau, 1631 auch: ?, Klausenburg.
(17) 1631: Jakob Klöss, Bartfeld, 1631–1634[?]: Daniel Schulz, Kaschau.
Nachweis:
Herbst, 2008a, S. 104f. Matthäus, 1969, Sp. 1353. Endter, 1784. ZKAAD, 1987–1993, Teil 4, S. 334, Nr. 4109 (für 1591) und passim. Zinner, 1941/64, S. 300, Nr. 3442 (für 1591). Klemming/Eneström, 1878, S. 3–7. RMNy, 1983, S. 256 und passim (Reihen 16, 17). RMNy, 2000, S. 113 (für 1639 Reihe 16). VD16. VD17. CERL.
Online:
(1) Kalendarium 1610
(2) Kalendarium 1630, Prognostikum 1630, Kalendarium 1642, Prognostikum 1642
(3) Prognostikum 1601, Prognostikum 1623, Kalendarium 1628, Prognostikum 1628, Prognostikum 1631, Kalendarium 1640, Prognostikum 1640
(5) Prognostikum 1604, Prognostikum 1610, Prognostikum 1613
(7) Prognostikum 1612, Prognostikum 1615, Prognostikum 1617, Prognostikum 1621, Kalendarium und Prognostikum 1644 bis 1655
(8) Kalendarium 1651 [04.09.2015],
(10) 1610 [13.02.2017],
(15) 1601, 1602, 1604, 1608 [17.08.2015],
(1) 1622, 1633, 1634, 1635 [04.09.2017],
(6) 1614 [04.09.2017].
Andere Drucke:
Die 56 Drucke sind thematisch geordnet und fortlaufend numeriert.

Astronomisch-astrologische:
(1) Iudicium astrologicum de futuris anni 1587, 1588 et 1589. Magno studio & fide ex veris fundamentis astronomiae constructum. Greifswald 1586. SUB Hamburg, A/302208 (5. Stück).
(2) Kurtze Erklerung wie man die Sonnen-Finsternisse ohne verletzung und beschwerung der Augen observieren und ansehen: Auch in den conjunctionibus oder zusammenkunfften der Sonnen und Veneris, Item der Sonnen und Mercurij, so offt sie geschehen, die Venerem und Mercurium, am hellen mittage klar und eigentlich bey der Sonnen sehen und erkennen möge […]. Stettin 1598. MB Halle, R 3.81 Q (16).
(3) Historische Sternglocke oder Tractatvs Astronomistoricvs, vnd gründliche Erklerung/ Von der grossen Conjunction oder Zusammenkunfft der beiden höchsten Planeten Saturni vnd Jovis, im 9. grad 13. minuten 11. secunden/ des himlischen fewrigen Schützen/ so Anno Christi 1603. den 14. Decembris bald im hohen Mittage/ sich begeben wird/ […]. Stettin 1603. FB Gotha, Math 4° 00124/02 (03).
(4) De maculis Lunae Deutliche Erklerunge, warumb der Monde solche maculas oder Flecken in sich habe, was derselbigen die wahre vrsache sey. Stettin 1599. MB Halle, R 3.81 Q (17).
(5) Nützliche Erklerung Von der Dreyzehen Monschein vnd des Einkömlings vrsprung/ wie die zuverstehen/ auch wen sie geschehen oder erfolgen pflegen: Item was Sonnen vnd Monden Monat sein: deßgleichen von den zwelff politicis oder Bürgerlichen Monaten/ […]. Stettin 1603. ULB Halle, 79 L 1071 (5). Online [03.09.2015].
(6) De Fulmine, & alijs impressionibus, prodigijs & miraculis ignitis. Von Blitz/ Donner/ vnd allerley Fewrzeichen vnd wunderwercken/ so sich In vnd Mit Fewr/ zu vnterschiedenen zeiten/ in der lufft zugetragen haben: […]. Stettin 1604. SLUB Dresden, Hist. Pom. 174,9. Online [03.09.2015].
(7) Astronomische vnd Historische Erklerung Des Newen Sterns oder vngeschwäntzten Cometen/ so Anno 1604. im ende des Septembris, vnd folgendem Octobri, auch Novembri erschienen/ vnd der anfenglich im himlischen Serpentario oder Schlangentreger (wie ihn die Astronomi nennen) sich hat sehen lassen. Stettin [1605]. FB Gotha, Math 4° 00124/02 (04).
(8) Kurtze/ aber Trewhertzige Erklerung/ des geschwäntzten newen Sterns oder Cometen/ so sich im September dieses 1607. Jahrs hat sehen lassen/ in der eil( auff Ermanung vnd Bitten hoher vnd fürnehmer Leute/ gestellet durch Doctorem Davidem Herlicium vin Zeitz/ Physicum Ordinarium der Keyserlichen Freyen Reichs=Stadt Lübeck. Lübeck 1607. ÖNB Wien, 72.X.73, online [02.09.2015]. HAB Wolfenbüttel, A: 43 Astron. (7), online [04.09.2015].
(9) De Iride Lunari Discursus Historico-Physicus. Von dem seltzamen vnnd wunderbarlichen Regenbogen/ so Anno 1609. den 16. Martij in der Nacht an vielen örtern/ vnd zu Lübeck vmb 9. 10. vnd 11. vhr gesehen/ vnd an etlichen örtern endlich gleich in einen Trabem oder Balcken formiert oder verwandelt worden. […]. Lübeck 1609. SBPK Berlin, 5 an: Mz 2. Online [03.09.2015].
(10) Discursus Historico-Physicus Vnd Nützliche Erklerung/ Von den Parelijs oder fünff Sonnen/ so in diesem 1610. Jahre/ den 3. Aprilis, im hohen Mittage/ zu Lübeck vnd an andern örtern sind gesehen worden. […]. Stettin 1610. SLUB Dresden, Theol. ev. asc. 495.f, misc. 5.
(11) Kurtze/ Natürliche vnd Historische Wiederholung/ Von den Pareliis oder dreyen Sonnen/ so in diesem 1615. Jahr zu Eysenach/ Franckfurt am Meyn/ Nürnberg den 22. Martij/ Wie auch zu Alten Stettin vnd andern örtern mehr den 30. August etlicher massen sind gesehen worden: Mit 48. Exempeln/ wenn sich der gleichen Wunderwerck zugetragen/ vnd was daraus erfolget sey. Stettin 1615. HAB Wolfenbüttel, 206.6 Theol. (30).
(12) Prodromus vnd Erster Vortrab/ Oder Kurtze vnd einfeltige Erklerung/ Deß Cometen/ oder Geschwäntzten Sterns/ so sich im November des 1618. Jahres hat sehen lassen. Stettin 1618. SLUB Dresden, Astron. 572,33, online. SUB Hamburg, A/302207, online. ULB Halle, Pon IIp 392, QK, online [04.09.2015]. Andere Ausgaben Nürnberg 1618. Stettin 1619, SLUB Dresden, Astron. 572,34, online [04.09.2015].
(13) Kurtzer Discvrs Vom Cometen/ vnnd dreyen Sonnen/ so am ende des 1618. Jahrs erschienen/ wie auch von der künfftigen Conjunction oder Zusammenkunfft aller Planeten im Krebß/ Anno 1622. Vnd sonderlich hernach im Lewen/ Anno 1623. Darauff traurige vnd schreckliche Entberungen vnd Verwirrungen erfolgen werden. Stettin 1619. HAB Wolfenbüttel, 42.7 Astron. (18), online. SLUB Dresden, Astron. 572, 32, online [04.09.2015]. Andere Ausgabe Nürnberg 1619.

Geographische:
(14) Tractatus Geographicus De Distantis Locorvm Arithmetice Svppvtandis. […]. Greifswald 1591. SUB Hamburg, A/302208 (4. Stück).

Historisch-chronologische:
(15) De Academiis Totivs Mvndi, Earvm Fvndatoribvs, Instavratoribvs Et Praestantibvs Viris, de Synagogis etima & scholis sanctorum Patrum Libri duo, ex variorum historicorum & Chronicorum scriptis fideliter olim collecti, & nunc in gratiam studiosae iuuentutis publicati. Greifswald 1592. SBPK Berlin, Ay 1608. Online [03.09.2015]. Auch SUB Hamburg, A/302208 (3. Stück).

Historisch-politische:
(16) Kurtzer Historischer vnd Politischer Discurß/ Von Thewrung vnnd grosser HungersNoth/ Derselben Natürlichen vnd Vbernatürlichen Vrsachen […]. Hamburg 1625. HAB Wolfenbüttel, Yv 2248.8° Helmst.

Historisch-prognostische:
(17) Tractatus Theologastronomistoricus. Von des Türckischen Reichs vntergange vnd endlicher zerstörung etliche conjecturen vnd vermutungen/ auß der H. Schrifft/ Sternkunst/ vnd den Historien genommen: […]. Stettin 1596. SBPK Berlin, Ui 2509. Online [03.09.2015].
(18) Astronomisch Schreiben an Ihr Churf. G. zu Brandenburg: Von deß Jetzigen Türckischen Reichs Vntergang vnd endtlicher Zerstörung/ […]. Lich 1596. BSB München, 4 J.germ. 117#Beibd. 6. Online [03.09.2015].
(19) Erster vnd ander Theil/ der Astronomischen Schreiben/ an Ihr Churfürstl. G. zu Brandenburg. Von deß Itzigen Türckischen Reichs Vntergang vnd endlicher Zerstörung […]. Lich 1597. ÖNB Wien, 72.T.82. Online [02.09.2015].
(20) Das Ander Buch vom Türcken/ in drey Theil abgetheilet. Darinnen von des Türcken/ so wol von der Christen macht/ gewalt vnd Kriegsvbung gehandelt wird/ Neben Erinnerung/ wie man sich diesem Creutzfeinde wiedersetzen sol/ […]. Stettin 1597. BSB München, 4 Eur. 144-1/6. Online [03.09.2015].
(21) Das dritte/ vierdte vnd fünffte Theil/ des Astronomischen Schreiben/ an jhre Fürstl. Durchl. zu Pommern/ etc. Darinnen von deß Türcken/ so wol von der Christen Macht/ Gewalt vnd Kriegsvbung gehandelt wird/ Neben erinnerung/ wie man sich diesem Creutzfeinde wiedersetzen sol/ […]. Stettin 1597. BSB München, 4 Eur. 144-1/6. Online [03.09.2015].
(22) Genesis Natalitia, Oder Natiuitet deß jetzigen regierenden Türckischen Keysers/ Sultan Machomet genandt. […]. Frankfurt am Main 1597. HAB Wolfenbüttel, A: 42.8 Astron. (2) und A: 160.11 Quod. (8).
(23) De Pluviis Prodigiosis Speculatio Physico Et Historica. Von Blutregen vnd andern Wunderbaren Vnnatürlichen Vngewöhnlichen Regen/ eine Trewhertzige vnd notwendige erklerung. Greifswald 1597. SUB Hamburg, A/48869.
(24) Miles Antitvrcicvs. Dritter Türckischer Tractat/ Vom Ampt eines Redlichen Kriegesmans wieder den Türcken/ gantz nützliche vnd nötige Erklerung/ mit vielen herrlichen Historien vnd Exempeln gezieret und zusammen getragen durch Davidem Herlitzium, der Artzney Doctorem, vnd publicum Professorem der Vniversitet Grypswald in Pommern. Stettin 1598. SBPK Berlin, 2 an: Ui 2508. Online [03.09.2015].
(25) Corollarivm Primi. Der Vierte vnd letzte Theil Türckischer Materien/ Eine Zugabe vnd Auctarium, der Conjecturen oder Vermutungen vom Türckischen Reiche/ so im Ersten Theil nicht gesetzt worden. […]. Stettin 1598. ThULB Jena, 4 Bud. Var. 228 (4).
(26) Sechster Theil vnnd Supplementum. Der vorher gehenden fünff Astronomischen Schreiben/ an Hertzog Johan Friederich zu Stettin/ etc. Darin vom Ampt/ vnd Kriegsführung wieder den Türcken/ Sambt allen anderen Nohtwendigen Sachen/ wieder gemelten Erbfeindt zugebrauchen/ gehandelt wird/ vnd in 32. Capitel abgetheilet […]. Stettin 1598. FB Gotha, 8° 06689/02 (03).
(27) Historische Erklerung Auch aus der Sternkunst genommen/ Von Verenderung der Regimenten/ in diesem Newen Hundert/ welches wir/ wils Gott/ Anno 1600. anfahen werden. Stettin 1599. FB Gotha, Math 4° 00156b/02 (04).
(28) Prognostica Von Gefährlichen verenderungen in dieser Welt/ welche in diesem 1628. Jahr angehen/ vnd biß auff 1640. sich erstrecken sollen. […]. Ohne Ort 1628. HAB Wolfenbüttel, 256.6.1 Quod., online. SLUB Dresden, Hist. Germ. C. 537,3, online, und Astron. 551. m, misc. 6, online. Andere Ausgabe ohne Ort 1629, SLUB Dresden, Exeg. C. 522, misc. 10, online [04.09.2015].

Kalendarische:
(29) Calendarivm Astronomistori-Copoeticvm 1590.: Continents Praecipvos Platarvm Aspectvs Et Festorvm Nomina […]. Greifswald 1590. MB Halle, R 3.81 Q (24).
(30) Calendarium Historicvm Qvintuplex, continens aliquot Historias Martyrum: Veteris & Noui Testamenti: Romanorum: Graecorum: denique nostrorum temporum, ad singulos 12. Mensium dies, sicut suis annis quaeque acciderunt, […]. Greifswald 1591. HAAB Weimar, StK 18.
(31) Richtige Taffel: Darinnen neben den vornehmsten Festis Fixis/ vnd anderen vnbeweglichen/ der Sonnen teglicher auff vnd niedergang/ auch Tages vnd nachtslenge/ ordentlich durch alle Monat angedeutet […]. Barth in Pommern 1592. NB Prag, 14 G 20 add. 3, Kopie in SHLB Kiel, 90 A 151: Nr. 6.
(32) Prodromvs vnd Erster Theil Gründtlicher Wiederlegung oder Refutation des Newen Bäbstischen Calenders: Vnd Antwort auff die von vier bogen außgesprengete Chartam Michaelis Duntzij, […] welcher mit 16. argumenten oder Beweisungen/ Anno 1603. aus heiliger Göttlicher Schrifft darzuthun vermeinet/ das wir dieser Orter nicht zu rechter zeit Ostern halten/ vnd der Newe Calender besser sey. […]. Stettin 1605. ULB Halle, Mb 642.
(33) Warhafftige vnd gründtliche Wiederlegung der grewlichen vnbesonnenen Schmekarten/ welche im Junio 1606. Jahrs erst zu Lübeck publiciert vnd spargiert wurden/ von einem/ der jhm daher in seinen zusammen geflicketen Allmanachen vnnd Prognosticis, vuel vnterschiedene Namen gegeben hat/ jtzo aber sich nennet Bernhardum Messingium Rigensem Livonum: […]. Stettin 1606. HAB Wolfenbüttel, T 369.4° Helmstedt. (5).
(34) Epistola, Oder Sendebrieff/ Doctoris Davidis Herlicij, Physici Ordinarij der Keyserlichen ReichsStadt Lübeck. Erstlich an einen guten Freund geschrieben/ Jetzo aber aus bewilligunge des Autoris publiciret/ im Octobri des 1608. Jahres. Von seiner Calendariographia, oder Astronomischen Opere, so in 4. Tomos, oder theile geordnet/ darinnen aus rechtem/ wahren Fundament/ gantz vnd vollkommen/ die herrliche vnd nötige Kunst/ Jährliche Calender vnd Prognostica zu verfertigen/ auffs aller trewlichste vnd fleissigste verfasset werden sol/ der gleichen noch niemahls in dem offenen Druck gegeben wurden. Stettin 1608. HAB Wolfenbüttel, 205 Quod. (12) und 244 Quod. (8). Online [04.09.2015].

Medizinische:
(35) Kurtzer außzug des Regiments/ Wie man sich in gefehrlichen zeiten/ der Pestilentz halten sol/ Einem Erbarn vnd Wolweisen Rath/ Und der gantzen Gemeine/ der Löblichen Stadt Prentzlow/ zu nutz vnd wolfarth. Durch M. Dauidem Herlitzium, Zitzensem, Bestalten Medicum zu Prentzlow. Frankfurt an der Oder 1582. SBPK Berlin, Ju 2718. Online [03.09.2015].
(36) De Cura Gravidarum, Et Pverperarvm Gründliche Vnterrichtung von den Schwangern Frawen/ vnd Kindelbetterinnen/ was jhnen vor/ in/ vnnd nach der Geburt zu wissen von Nöthen sey/[…]. Greifswald 1597. ThULB Jena, 8 Med. XXVI, 186. Weitere Ausgaben Stettin 1602, 1610, 1612 SLUB Dresden, Obstetr. 25, online [03.09.2015]. Magdeburg 1613, 1614, ULB Halle, Alv. T 160 (28), online [04.09.2015]. Stettin 1618.
(37) Specvlatio Medica Physica De Dysenteria. Nützlicher vnterricht von der jtzt grassierenden Roten Ruhr vnd blutigem Bauch=flusse. Stettin 1599. SBPK Berlin, Ka 760.
(38) Pestilentz Ordnung Wie man sich in diesen gefehrlichen zeiten halten sol/ Gantz trewlich vnd fleissig/ Armen vnd Reichen/ zu gute/ aus wahrem grunde der Artzney Einem Erbarn vnd Hochweisen Rathe/ Auch der gantzen löblichen Bürgerschafft zu Newen Stargardt an der Jhna in Pommern […]. Stettin 1598. UB Kiel, Ke 361. Online [03.09.2015]. Ausgabe 1599. SBPK Berlin, 4“@Ju 6486.
(39) De Variolis Vel Papvlis, Notwendige vnd kurtze Erinnerung/ von den jtzt grassierenden Bocken oder Blattern/ […]. Lübeck 1609. SLUB Dresden, Path. spec. 687,59. Online [03.09.2015].
(40) Consilium Politico-Physicum, Gründliches Bedencken/ vnd getrewer Rath/ was eine Stadt/ in welcher/ den vorgangenen Herbst/ die Pest ein wenig angefangen/ künfftigen Frühling/ in den Gassen oder Strassen/ wie auch in offentlichen vnd privatheusern/ fürnehmen solle/ vnd insonderheit wie man die Lufft rectificiren oder endern/ Auch daneben der Gifft mit gebürlicher Artzney widerstehen möge. […]. Frankfurt an der Oder 1621. HAB Wolfenbüttel, 43 Phys. (3). Andere Ausgabe Nürnberg 1623. Leipzig 1627, SLUB Dresden, Path. spec. 1022, online [04.09.2015].
(41) Kurtzer nützlicher Extract Meines Politischen vnd Medicinischen Consilii, Oder gründlichen Bedenckens/ Von der Pestilentz/ so im 1620. Jahre/ in 24. Capitteln/ zu Franckfurt an der Oder/ vnd hernach zu Nürnberg/ von mir publiciert ist worden: […]. Stettin 1625. SUB Göttingen, 8 MED Pract 2334/87. Online [04.09.2015].

Philosophische:
(42) Exercitationvm Philosophicarum. Liber Primvs. In Qvo De Raris Et Admirandis causis Lachrymarum, et Risus Item Saliuae, Sternutationis, et Pudoris dilucidè agitur. Greifswald 1584. HAB Wolfenbüttel, A: 527.20 Quod. (3). Ausgabe 1587. SBPK Berlin, No 11996. Online [03.09.2015].
(43) Explicatio Physica, Ethica Et Historica Libri Primi Metamorphoseon Ovidii, cum Paraphrasi soluta oratione reddita. Greifswald 1591. SUB Hamburg, A/302208 (2. Stück).

Poetisch-literarische:
(44) Carmen Heroicum de nuptiis […] M. Pauli Laurentii […] et […] virginis Susannae, […] Christophori Wurselii […] filiae, celebratis IV. Id. Febr. Anni M. D. LXXIX. Leipzig 1579. HAB Wolfenbüttel, M: Db 2888 (58).
(45) Oratio de causis corruptarum artium, recitata. Greifswald 1585. SUB Hamburg, A/302208 (1. Stück); dieser 5 Stücke enthaltende Band war im Besitz von Andreas Herlitz.
(46) Praesepe Christi, Pveri Opt. Max Heroico Carmine expositum. Greifswald 1588. HAB Wolfenbüttel, A: 527.20 Quod. (2).
(47) Aegloga Nvptialis Amyntas. In Honorem Nvptiarvm Ornatissimi Et Doctissimi Viri, Domini Caspar Bvnsovii, Secretarij in Aula Wolgastensi, Sponsi: Et […] Virginis Dorotheae, Domini Martini Volschovii, […] Filiae, Sponsae: celebratarum, die 18. Septembris, Anno Christi 1588. Greifswald 1588. UB Greifswald. (48) Carmen Lugubre Publicè recitatum nomine Academiae Gryphisuualdensis, In Obitvm Illvstrissimi Celsissimiqve Principis Ac Domini, Domini Ernesti Lvdovici Ducis Stetiniorum, Pomeranorum […]. Stettin 1592. HAB Wolfenbüttel, A: 56.2 Poet. (8).
(49) Carmen Fvnebre Publicè recitatum in Academia Gryphiswaldensi. In Obitum Nobilissimi & Praestantissimi viri, Dn: Hardwig Moltzanii, Dvcat. Stetinens. Pomeran: Mareschalci haereditarij […]. Greifswald 1593. GWLB Hannover, Cm 133.
(50) Problema Medicum M. Dauidis Herlicij Medici, & Mathematici in Academia Gryphisuualdensi. Ad Andream Herlicivm Cantorem Scholae Svndensis, Fratrem charissimum, celebrantem nuptias Prentzlovii, cum pudicissima Virgine Margareta Gesevitia. Anno Christi 1593, die 18. Iunij. Greifswald 1593. UB Greifswald.
(51) Arbor jacens seu ecloga lugubris: in obitum beatissimae memoirae illustrissimi principis ac Domini, Domini Johannis Friderici, ducis Stetini, […]. Stettin 1600. UB Greifswald, 542/Ob 491.
(52) Liber Primvs Orationvm Publicè habitarum in Academia Gryphiswaldensi. Stettin 1602. SLUB Dresden, Lit. Lat. rec. B. 121. Online [03.09.2015].
(53) Heroicum Nuptiale Astrologicum, Concinnatvm Ex Figvra Coelesti, Qvae Fvit Ipso Tempore ingressus Sponsae in templum, nempe anno 1604. die 13. Augusti, in puncto horae quartae vespertinae: In honorem honestissimi Iuvenis Dn. Christophori Walteri Stargardiensis, ducentis in matrimonium pudicissimam Virginem Dorotheam, Viri prudentissimi & doctissimi, Domini Georgii Zanderi Camerarij Reipublicae Stargardiensis dignissimi, Filiam. Stettin 1604. MB Halle, Q 3.101 (26).
(54) Carminum variorum volumen lum, in 9 libros distinctum. Stettin 1606. UB Greifswald, 520/Ds 612.

Theologische:
(55) Disticha latinogermanica evangeliorum dominicalium. Stettin 1592. Nicht überliefert, war in der UB Greifswald.
(56) Geistryke Gebede, up alle dage in der Weken_kopprekende […] den Psalmen davids […]. Hamburg 1613. Kriegsverlust, war in SBPK Berlin, 1 an:@Es 13213.

Literatur (Auswahl):
Amoribus, Honoribus Viri Clarißimi, Excellentißimi, Dn. Davidis Herlicii, Philosophi, Medici, Astronomi, Poëtae Coronati Caesarei, Inclytae Reipubli. Lubecensis Physici ordinarij, Secundum Sponsi, Et Virginis lectißimae, pudicißimae, Vrsulae, Viri Reverendi, Doctißimi, Dn. Jacobi Fuhrmanni, ad D. Mariae apud Stargaedenses Archidiaconi vigilantissimi, Filiae, Sponsae, Ad d. XIV. Januarij, qui Felici in Fastis sacer, foedere conjugali copulandorum, foelicis ominis ergò gratulabundi acclamant Amici. Stettin 1611. SLUB Dresden, Hist. Germ. biogr. 432,54. Online [03.09.2015].
Lorenz Eichstädt: Ornatißimo, Integerrimo, Doctißimoque Viro Dn. Davidi Rheten/ Typographo et Bibliopolae Stetinensi, Affini et Amico suo plurimum dilecto Laurentius Eichstadius, Med. D. S. P. D. Zuerst gedruckt auf Bl. K1 bis L4 im Anschluß an Friedrich Crueger: E Apostolica, Das ist/ Apostolische Sterbekunst/ […] In einer Christlichen Ehrn= vnd Leich=Predigt/ Bey Des Weyland Ehrnvesten/ Achtbahren vnd Hochgelarten Herrn Davidis Herlicii Philosophiae vnd Medicinae Doctoris, Astronomi, Historici, Poetae Caes. &c. Vornehmen vnd Hochberühmbten Practici Leichbestattung/ Welche Anno 1636. 24. Augusti, war der Tag Bartholomaei, in Newen Stargard an der Ina/ […] zur Ruhe beygesetzet: […]. Auffgesucht vnd Einfaltig fürgetragen/ Durch M. Fridericum Crugerum, Bey S. Johan. Bapt. vnd Augustini Kirchen daselbst Pastorem. Alten Stettin 1637. HAB Wolfenbüttel, H: J 268c.4° Helmst. (16). Online [02.09.2015]. Erneut gedruckt in Henning Witte: Decade I Memoriae Medicorum nostri saeculi. Frankfurt am Main 1676, S. 73ff. Auch enthalten in Vitae Pomeranorum 17, S. 63ff. (vgl. Lange, 1898, S. 145).
W. Schönfeld: David Herlicius weiland Stadtphysikus von Prenzlau, Anklam, Stargard, Lübeck, Professor der Mathematik an der Universität Greifswald, Astrologe und Poeta laureatus. In: Monatsblätter der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde, Bd. 44 (1930), S. 142–153.
Klaus Matthäus: Zur Geschichte des Nürnberger Kalenderwesens. Die Entwicklung der in Nürnberg gedruckten Jahreskalender in Buchform. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens, Frankfurt am Main 1969, Bd. IX, Sp. 967–1396, zu Herlicius: Sp. 1050–1055.
Theodor Pyl: Art. „Herlitz, David“. In: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 12 (1880), S. 118.

Quellenzitat:
„Trew vnnd Fleiß“ Diese Worte sind nur bruchstückhaft lesbar, weil sie in Zackenform ausgeschnitten sind.
„Wir Bürgermeistere vnnd Rath der Kaÿserlichen freÿen Reichs Stadt Lubeck, Thun hirmit kundt vnd zu wissen, Dass wir den Ehrnuesten vnnd Hochgelarten herrn Dauidem Herlicium der Medicin Doctorn vnnd Mathematicum vor einen dieser Stad Phisicum vnnd Medicum bestellet vnnd angenommen haben, vf mäß vnnd Condition wie folget, Das er sich iegen vns verpflichtet hatt, auch krafft dieses verbunden sein soll, getrew vnnd fleissig solchem seinem diente obzuliegenn, Jedermanniglichen, so woll der armen alß den reichen, vf Ihr erfördern, vmb blligmeßige belohnung aufwertig zu sein vnnd Ihnen zu dienen ohne vnterscheidt der Kranckheiten, ob sie gleich contagioß seint, oder nichtt, Vnnd damitt auch niemandt in seiner schwacheitt verabseumet werden müge, Soll gemelter vnser Medicus ohne vorwißen vnnd ohne außtrücklichen consent eines der praesidirenden herrn Burgermeistern auß der Stadt nicht ziehen da zu ben[sic]ächtigen, Zum falle er aber zu weilen von gutenn ehrlichen Leuten gefördert würde außerhalben der Stadt zu Ihnen zu kommen, vnnd er alhir keine periclitirende Patienten hette, welchs er dabeÿ auffrichtig zu offenbahren schuldig sein soll, So soll er vmb erleubnuß beÿ den Herrn Burgermeistern ansuchung thuen, die Ihme darin nach gelegenheitt zu wilfahren wißen werden, Zu deme allen soll auch der Herr Doctor verpflichtet sein, auf die Apoteke, das dieselbe mitt tugenden wahren simplicibus vnnd compositis versehen, vnnd die medicamenta woll praepariret mügen werden, ein wachendes auge zu haben, Auch den Visitationibus, wan die pro tempore angeordtnet werden, beÿzuwohnen, Vor welche seine dienste Ihme Jhärlich vber, freÿe wohnung in stehender Bestallung Zweÿhundertt Marck Lubisch endtrichtett werden sollen, Vnnd soll vber das auch die Zeitt seines dienstes von allen oneribus ciuilibus |: die Turckensteur alleine außgenommen :| entfreÿet seinn, Weill er auch angelobet, vff schirß[sic]kunfftigen Fastnacht anzuziehen, sollenn Ihme dero Behurf Zwantzigk Thaler anzugh gelde endtrichtet werden, Seine Besoldung aber soll erst vf schriß[sic]kunfftigen Ostern angehenn, Vnnd soll so woll vns, alß auch obgemeltem Doctori Herlicio freÿ stehen, ein halb Jhar zuuorn die Loßkundigung dieses dienstes ein theill dem andern zu thuen, Vrkundtlich seint dieser Zerten zwo gleich stimmendt verfertiget, durch die wortt Trew vnd Fleiß außeinander geschnitten, deren eine beÿ vns, dem Rath, vnd die andere beÿ obgedachtem Medico verhanden, Actum Lubeck den Achtzehenden Nouembris Anno Eintausent Sechshundert vnnd Fünffe.“ (StA Lübeck, 1.1-1, 23753, Bestallung von David Herlicius als Stadtarzt in Lübeck)

Erstellt: 04.09.2015
Letzte Aktualisierung: 05.03.2019

herlicius_david.txt · Zuletzt geändert: 2019/03/05 14:50 von klaus-dieter herbst