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Partlicius, Simeon

Simeon Partlicius

„Simeon Partlicius von Spitzberg/ Marcomannus Phil. & Med. Doct. Math. P. L. C“ (Selbstbezeichnung auf dem Titelblatt, zit. 1640)
* 1588/90 Triesch/Mähren, † 1640 [Ort?]
Kalender seit 1618, erschienen bis 1651

Simeon Partlicius (dt. Partliz) von Spitzberg stammt aus Triesch (tschech. Třešť), einer Stadt in Mähren (lat. Marcomannus). In einem der wenigen deutschen lexikalischen Nachweise (Jöcher/Adelung, 1784, Bd. 5 (1816), Sp. 1602f.) werden zwei Personen unterschieden: „Partlicius (Simon) der Jüngere aus Trischin“ und „Partlicius (Simeon) von Spitzberg, ein Arzt“. Hier werden beide als identisch betrachtet, weil auch der Arzt Simeon Partlicius aus Triesch kam. Im Zedlerschen Lexikon wird nur „Partliz (Simon) ein medicus“ angeführt (Zedler, 1733, Bd. 26, Sp. 1078). Eine Beschreibung seines Lebens mit Bildnis erschien bereits 1775 (Effigies Virorvm Ervditorvm, 1773, Bd. 3; vgl. Acta Litteraria Bohemiae, 1774, Bd. 2, S. 61, 218, 359). Die umfangreichste neuere Darstellung zu Partlicius’ Leben lieferte Vladimír Urbánek (Urbánek, 2008, S. 32–103, S. 161 Bildnis von 1619 aus dem „Tractatus Cometicus“; vgl. Urbánek, 1998 und Pumprla, 2010, S. 822f.).
Urbánek charakterisiert Partlicius, der als Lutheraner aus Böhmen ins Exil ging, als ein wichtiges Beispiel für die Kontinuität geistiger Strömungen im frühen 17. Jahrhundert, besonders mit Blick auf das eschatologische und apokalyptische Denken. Partlicius prophezeite 1623 aus Anlaß einer großen Konjunktion von Jupiter und Saturn die Bekehrung der Juden zum Christentum für das Jahr 1642 und den Beginn des 1000jährigen Reiches wahren Christentums für das Jahr 1694 (Urbánek, 2008, S. 42; Urbánek, 1998, S. 294).
Partlicius besuchte von 1607 bis 1609 das Gymnasium in Görlitz und ging dann bis 1614 an die Prager Universität. 1612 wurde er Baccalaureus und 1614 Magister der Philosophie an der Universität Prag, lehrte an verschiedenen Lateinschulen in Prag und bekam im böhmischen Klattau (tschech. Klatovy) das Rektoramt. 1617 wurde ihm die Erziehung der zwei Söhne des 1614 verstorbenen Friedrich Colonna von Fels übertragen, dessen Familie zu den führenden lutherischen Familien Böhmens gehörte (Urbánek, 2008, S. 36f., 270). An der Universität Basel schrieb er sich im September 1620 als Magister „Trischinensis Macromannus“ ein (Wackernagel, 1951, Bd. 3, S. 233), wo er am 15. Dezember 1620 mit einer Disputation über Blut, Fieber, Urin u. a. zum Doktor der Medizin promoviert wurde (Husner, 1942, S. 63). Am 11. Januar 1621 verteidigte er eine weitere Dissertation (siehe die Anzeigen in: Schema Astrologico-Chronikon […], Basel 1621, UB Halle, 00 A 6436 (20); Thomas Platerus Basil. D. Anatomicus […], Basel 1621, UB Halle, 00 A 6436 (18)). Kurz darauf, am 21. Februar 1621, wurde er in Basel zum kaiserlichen Poeten gekrönt (Flood, 2006, Bd. 3, S. 1486). Danach reiste er in verschiedene Städte bzw. Länder, z. B. nach Rostock (Immatrikulation im Juni 1622, siehe Hofmeister, 1889, Bd. 3, S. 47 „Simon Bartlizius [sic] de Spitzbergh Iglaviensis Moravus, philosophiae et medicinae doctor, honoratus“), Bremen, Erfurt, Leiden (Matrikel der Universität Leiden, Bd. 3, Immatrikulation 26.11.1625) und 1627 als Begleiter eines Fürsten nach London (Urbánek, 2008, S. 40f.).
1624 veröffentlichte er in Erfurt eine Schrift, die Johann Birckner verlegte. Weitere Veröffentlichungen ließ er an verschiedenen Orten drucken, so zuvor in Prag (ab 1612) und Rostock (1622) sowie später in Frankfurt/Main (1625), Leiden (1626, 1632), Amsterdam (ab 1631) und Alkmaar (1635). In seiner „Stern Warnung“ von 1632 kündigte Partlicius am Schluß sein „Spanisches Posthörnlein“ in deutscher und lateinischer Sprache an, das in Leiden 1632 gedruckt werden würde. Auf den Titelblättern bezeichnete sich Partlicius mit den Worten: „Von Spitzberg/ Utriusque Medicinae Doctoram, Matthematicum, Comitem Palatinum, & Poëtam Laureatum, &c.“ (zitiert nach der Ausgabe der Sternwarnung, Amsterdam 1631, der ThULB Jena, 4 Bud. Var. 721).
Matthäus gab 1969 an, daß Partlicius 1642 „als verstorben bezeichnet“ wurde (Matthäus, 1969, Sp. 1144). Er starb bereits 1640 (siehe nachfolgend über die Wechsel der Namen auf den Titelblättern der Kalender).
Als Verfasser von Kalendern und Prognostiken ist er auf den Titelblättern der Kalender für 1618 bis 1651 nachweisbar. Die ersten Jahrgänge kamen in Prag und Erfurt heraus. Der älteste deutsche Schreibkalender für 1623 ist im Stadtarchiv Mühlhausen/Thüringen überliefert. Ab dem Jahrgang 1641 trat als Verfasser des Partliciusschen Kalenders → Johannes Stilsovius in Erscheinung, der den Jahreskalender „[c]alculiret vnd mit fleiß beschrieben [hat] Ad ductum D. Simeonis Partlicii Marcom. Math. & P. L. C.“ (zit. nach dem Exemplar im Stadtarchiv Mühlhausen). Nach Stilsovius griff → Caspar Melchior Haaß wieder auf den Namen von Partlicius als Werbeträger für eine Kalenderreihe zurück. Die Gestaltungsart der Kalender von Partlicius übernahm auch → Abraham Seidel in seinem unter dem Pseudonym → „Philomusus Adelsheim“ veröffentlichten und in Erfurt gedruckten Thüringischen Kalender.
Für die Jahre 1628 bis 1647 erschienen auch in Nürnberg im Endterschen Verlagshaus Schreibkalender von Partlicius. Nach dessen Tod wurden dessen Kalender wie die der ebenfalls bereits verstorbenen → David Herlicius, → Martin Horky und → David Frölich von „ein[em] wohlerfahrene[n] Astrologe[n]“, → Abdias Trew, verfaßt (Matthäus, 1969, Sp. 1151). Die Reihe des in Prag gedruckten tschechischen Kalenders wurde von → Johann Christoph Daisigner übernommen.
Nachdem Frölich 1648 gestorben war, wurde auf dem Titelblatt von dessen im tschechischen Trentschien gedruckten Kalenderreihe als Verfassername der von Simeon Partlicius angegeben (vgl. die Titel für 1650 und 1651 in RMNy, 2000, S. 526, 572).
In der in Alkmaar 1635 gedruckten Schrift beklagte Partlicius den Raubdruck seiner Kalender und die unerlaubte Benutzung seines Namens auf fremden Kalendern. Ein Beispiel dafür ist ein „SchreibCalender“ für 1634, der angeblich von Simeon Partlicius sein solle, „[g]edruckt vnd vorlegt zu Grebenstein in Hessen/ Bey Johann Diederich Ketzeln“. Hier liegt die unerlaubte Verwendung des Namens von Partlicius bei einem nachgedruckten Kalender des Kalendermachers → Musophilus Dedekind durch Johann Dietrich Ketzel in Grebenstein vor (vgl. Herbst, 2008a, S. 135; vgl. bei → Rudolph Buchbach).
In seinen Kalendern vermittelte Partlicius, ähnlich wie sein Zeitgenosse David Frölich und wie im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts → Gottfried Kirch, eine kritische Sicht auf die noch ungenauen astronomischen Rechnungen, weswegen auch die Ephemeridenwerke voneinander differierten (Partlicius verglich jene von → Lorenz Eichstädt und → David Origanus) und keines mit dem wirklichen Verlauf in der Natur voll übereinstimmte. Dabei legte er das Augenmerk auch auf die erforderlichen Beobachtungen astronomischer Ereignisse. So „were es viel besser/ daß gelehrte Leute vnd Künstler/ selber in fürnemen Orten/ zusambt der Zeit solches sambt allen Vmbständen selbst observiren thäten“. Als Beispiel schilderte er im Nürnberger Kalender für 1639 seine eigene Beobachtung einer Sonnenfinsternis im Jahre 1630, deren Dauer nicht exakt den Berechnungen von Origanus entsprach (Quellenzitat).

Titel:
Deutsche Kalender:
(1) 1623–[1626?]: Schreibe Calender. 1627[?]–1640: Schreibkalender, Format 4°.
(2) 1628–1647: SchreibCalender, Format 4°.
(3) 1629: SchreibKalender, Format 4°.
(6) [?]–1639–[?]: Schreibkalender, Format 8°.
Tschechische Kalender:
(4) 1618–1638: Kalendář Hospodářský a Kancellářský, Format 4°.
(5) 1650–1651[?]: Kalendář nowý a pranostýkau hwězdářskau, Format 8° [in Nachfolge von David Frölich, Reihe (25)].
Druck und Verlag:
(1) 1623–[1626?]: Martin Spangenberg, Erfurt, 1627[?]–1630: Druck Jacob Sachsen Erben, Erfurt, Verlag Georg Hertz, Erfurt, 1631–1640: Georg Hertz, Erfurt.
(2), (6) Endter, Nürnberg.
(3) Sigismund Latomus Erben, Frankfurt/Main.
(4) 1618–1624[?]: Daniel Karl von Karlspergk, Prag, [1925?]–1638: Jana Byliny, Prag.
(5) Lorenz Benjamin Od Háge, Trentschien.
Nachweis:
Herbst, 2008a, S. 134. Ergänzung: UB Wrocław (Ex. für 1639, Druck in Nürnberg), StA Bad Frankenhausen (Ex. für 1628, Druck in Erfurt). Matthäus, 1969, Sp. 1359. RMNy, 2000, S. 526f., 572. Urbánek, 2008, S. 238–240. VD17. CERL.
Ergänzung nach 20.01.2020: SStB Augsburg (Ex. für 1639 der Reihe 6).
Online:
(1) [05.09.2017],
(2) [16.05.2014].
Andere Drucke (Auswahl):
(1) Leges Sumptuariae pro Prima Laurea Philosophica, in Academia Pragensi 27. Sept. An. 1612 publicè defensae et amplissimo ac celeberrimo senatui Palaeo – Pragae et Neo – Pragae viris nobilitate, virtute, doctrinâ ornatiss. &c. observantiar ergò consecratae et dicatae à Simone Partlicio Trischiniensi. Prag [1612]. NB Prag, 46 F 13, 9.
(2) Calendarium perpetuum oeconomicum […]. O. O. [1618?]. NB Prag, AO XV 19.
(3) Tractatus Cometographicus […]. Prag [1619]. NM Prag, 28 F 15.
(4) Flagellum Die […]. Prag [1620]. NB Prag, BU IV 32a. [Nr. 2 bis 4 in tschechischer Sprache]
(5) Mundus Furiosus Mutationis causarum perspicuitate, Eversionis Rerumpub. Varietate, Nec non effectuum proprietate Magnae illius superiorum Planetarum Saturni & Jovis conjunctionis, Quae Continget Anno 1623. die 8. (18.) Junij juxta medius motus […]. Autore Simeone Partlicio de Spitzbergk Marcom. Phil. & Med. Doct. P. C. C. & Philom. Rostock 1622. SUB Göttingen, 8 TH BIB 1062/15 (8).
(6) Astronomici apologetici pars prior, sive Dissertatio de influentiis […]. O. O. 1623. BL Oxford, 8° S 131(2) Art.
(7) Apologia Certitvdinis Astrologiae […] Item descriptio & effectus Conjunctionis illius magnae, quae continget An: 1623. die 8. Inuii […]. O. O. [1623]. HAB Wolfenbüttel, 577. 2. Quod.
(8) Officiarum Magistratum, Medicorum, Amicorum, Pictura Justitae, AEsculapi, Amicitis jam olim â viris veteribus naturae peritis ingeniosé adumbratum, nunc verò primum carmine dialogistico inclvsum, et gravioribus Doctorum flosculis vestitum […]. Erfurt 1624.
(9) Medici Systematis Harmonici, In quo Nova Plane Et Artificiosa Discendae Et exercendae Medicinae methodus Per Praecepta breuia traditur, Canones selectos illustratur, Commentaria dilucica explicatur. […]. Frankfurt/Main 1625. Englische Übersetzung: A New Method of Physick […]. London 1654.
(10) Metamorphoris mundi, qua omnium in mundo rerum victissitudines, mutationes aut etiam eversiones vere et graphice depinguntur, astronomicis fontibus demonstrantur, sacrarum literarum rivulis confirmantur, continua historiarum serie illustrantur. […] Leiden 1626. NB Prag, 42 G 32.
(11) Eine newe/ jedermänniglichen sehr nützliche Himlische Sternwarnung/ Von sehr grossen schrecklichen Verenderungen so auff die grosse Zusammenkunfften der beyden höchsten Planeten Saturni vnd Jovis in dem fewrigen Triangel von Anfang der Welt/ biß auffs jetzige 1631. Jahr her erfolget/ vnd was noch künfftig die andern nachfolgenden Jahren/ Gutes/ oder Böses in der gantzen Welt hierauß zu vermuthen […]. Amsterdam 1631.
(12) Eine newe/ jedermänniglichen sehr nützliche Stern Warnung/ Von sehr grossen schrecklichen Veränderungen/ so auff die grosse Zusammenkunfften der beyden Planeten Saturni vnd Jovis in dem fewrigen Triangel von anfang der Welt/ biß auffs 1631. Jahr her erfolget/ vnd was noch künfftig biß 32. 33. 34. vnd 35. Jahren/ gutes oder böses in der gantzen Welt hierauß zu vermuhten: mit sonderlichen fleiß gestellet/ vnd zum Druck verfertiget. Durch Simeonem Partilicivm von Spitzberg/ Vtriusque Maedicinae Doctorem, Mathematicum, Comitem Palatinum & Poëtam Laureatum, &c. O. O. 1632. Online [16.05.2014].
(13) Prognosticon Divinum Et Verum, Das ist: Wahre vnd klare Propheseyung/ wie es noch in der Welt werde zugehen/ […]. Nebens Einer offentlichen Confutation vnnd Wiederlegung etlicher Calender vnd Practicken/ so etliche Jahr hero neben andern Tractätlein/ vnter meinem Nahmen fälschlich hin vnd wieder gedruckt vnd verkaufft worden seyndt. Alkmaar 1635.
Literatur:
Vladimír Urbánek: Simeon Partlicius and His Works: Rudolfine Mood in Bohemian Exile. In: Lubomír Konečný (Hrsg.): Rudolf II, Prague and the World. Papers from the International Conference Prague, 2–4 September, 1997. Prag 1998, S. 291–296.
Vladimír Urbánek: Eschatologie, vĕdĕní a polotika. Příspĕvek k dĕjinám myšlení pobĕlohorského exilu. České Budĕjovice 2008, bes. S. 32–103.
Quellenzitat:
Zur Sonnenfinsternis vom 22.5./1.6.1639 schrieb Partlicius, sie werde „bald auff die eilff Puncten groß/ das ist/ es wird nur ein wenig/ oder vmb eines queren Fingers breit fehlen/ daß nicht der gantze SonnenCörper von oben herab gedecket werden wird. NB. Etliche wollen noch etwas wenigers/ vnd anfahen ein Viertel vor 5. Vhr Nachmittag/ das mittel ein halbe Stund nach 5. Vhr/ das End aber vmb 6. Vhr 36. min. Nachmitt. Es ist aber auch zu wissen/ daß in den Büchern mancherley vnd vnterschiedliche Rechnung dißfals vnd Meinunge gefunden werde. Denn Nicolaus Copernicus von Thurin/ ein alter Edler Thumherr/ auff den man von Alters wegen am aller meisten gehalten hat/ der gehet 6. minuten/ oder eine halbe viertel Stund noch eher.
Herr Laurentius Eichstadius, fast der newest jetzige Ephemerist. vnd ein trefflicher Mann/ der wil/ daß nach seiner Rechnung das mittel dieser Finsternüß vmb 5. Vhren vnd 38. minuten geschehen solte/ kömbt also später. Es ist aber die Vrsach der Calenderschreiber oder Practicanten nicht selbst eigen/ denn die können es nicht verlegen/ sondern grosse Potentaten. Wie vor Zeiten etzliche deroselben löblich gethan haben. (Ja da noch der edle Fried auch in vnsern Landen grünete/ vnterstunden sichs wol/ vnd haben es auch zimlich weit gebracht/ aber es ist vergebens/ es helffe denn Gott sonsten bald/ wie in andern löblichen Künsten vnd Scientijs mehr. Doch were es viel besser/ daß gelehrte Leute vnd Künstler/ selber in fürnemen Orten/ zusambt der Zeit solches sambt allen Vmbständen selbst observiren thäten/ so könte man auch die Astrologiam vnd Geographiam viel höher bringen/ als sie leider jetzt sind.
Anno Christi 1630. vor 9. Jahren/ ward auch fast eine dergleichen Sonnenfinsternüß im 20. grad der Zwillingen. Die habe ich fleissig/ so weit mir müglich gewesen/ vnd mir von meinen Observationibus die Crabanten vnd das ander streiffende Kriegsvolck vbergelassen/ so wenig es auch ist/ oder ich in Sinn behalten/ gemercket/ vnd befunden/ daß sie zwar zimlich mit deß Herrn Origani Rechnung vnd verzeichnuß in seinen Ephemeridibus zutroffen/ vnd wo es recht klar dazumal in der Lufft gewest/ da hätte das oben übrige halbe Theil der Sonnen/ vber die massen so schön vnd herrlich geleuchtet/ daß man das vntere verfinsterte/ von denselbigen Stralen fast gar nicht hätte sehen können/ ja solche leichtschmale Striemlein von sich geben/ wie die kleine stechende Messerspitzen/ hat aber so lang nicht als man gemeinet hat gewähret/ sondern ist die Sonne noch helleuchtend vntergangen/ vnd ist solche Finsternüß vber 9. Puncten groß gewesen. Es sind aber bald grausame Sturmwind/ Jtem zweiffalter oder SommerVögel/ Raupen/ so daß Getreid vergifftet vnd verderbet. Deßgleichen schreckliche Krieg gefolget. Diese vnsere [Sonnen]Finsternuß aber währet von anfang biß zu ende 1 Stund 54. m.“ (SchreibCalender für 1639, zweiter Teil, S. C4a–b).

Erstellt: 16.05.2014
Letzte Aktualisierung: 21.07.2021

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