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Moller, Albin

Albin Moller

„Magister Albinus Mollerus von Straupitz/ in dem Marggraffthumb Niderlausitz/ Theologus vnd Astronomus, seines Alters 58. Jahr“ (Selbstbezeichnung auf dem Titelblatt, zit. 1600 von Titel 2)
* 1541 Straupitz/Niederlausitz, † 26.12.1618 Altdöbern/Niederlausitz
Kalender seit 1570, erschienen bis 1630

Albin Moller wurde 1541 in dem sorbischen Dorf Straupitz geboren (Krausch, 1967, S. 180) und besuchte wahrscheinlich in Calau die Lateinschule (Krausch, 1978, S. 162). Seit 1559 studierte er an den Universitäten in Frankfurt an der Oder (Friedländer, 1887, Bd. 1, S. 153 „Albinus Moller Kalowensis“; vgl. Söhnel, 1909, S. 46) und in Wittenberg, wo er sich am 2. Februar 1568 immatrikulierte (Förstemann, 1841, Bd. 2, S. 136 „Albinus Mollerus Straupicensis“). In Wittenberg wurde Moller am 9. März 1568 zum Magister der freien Künste und Philosophie promoviert (UA Halle, Rep. 1, Nr. XXXXV, 1, Bd. 2, S. 218, Nr. 40). Nach dem Studium lebte er als Pfarrer zunächst in Tornow bei Calau (dort am 1. Februar 1672 nachgewiesen; Krausch, 1978, S. 162), in seinem Geburtsort Straupitz (dort am 6. September 1573 als „M. Albinus Mollerus Straupicensis, vnd Pastor daselbst“, in: Ein Ewigwerender Kirchen Calender […], 1674, zit. nach dem Reprint, S. 16), spätestens ab Mai 1580 in dem brandenburgischen Groß-Döbbern bei Cottbus (Astrologische Prognostication für 1581, S. A2b mit der Unterzeichnung des Widmungsschreibens „Datum gros Döbern den 25. Maji Anno 1580“) als „pastor in exilio“, wo er als orthodoxer Lutheraner Zuflucht fand (Krausch, 1978, S. 164). Ungefähr seit 1607 wohnte er in Altdöbern (Krausch, 1978, S. 173). Bis in die 1580er Jahre hinein bezeichnete sich Moller auf den Titelblättern seiner Drucke auch als „Astronomum ac Medicum“ (z. B. in der „Astrologische[n] Prognostication“ für 1581).
Aus drei überlieferten Briefen aus dem Jahr 1582 von Moller an → Leonhard Thurneysser in Berlin (abgedruckt in Krausch, 1978, S. 175–177) geht hervor, daß er in ärmlichen Verhältnissen lebte, verheiratet war und Kinder hatte, worüber aber keine Einzelheiten bekannt sind. Für Thurneysser fertigte Moller 1582 „ein 240 Arten umfassendes Verzeichnis der wichtigsten Heilpflanzen an, das für jede Art den damaligen lateinischen und deutschen Buchnamen und den niedersorbischen Namen enthält„ (Krausch, 1978, S. 166).
Seit 1570 lieferte Moller seine Kalender in verschiedene Städte (bekannt sind Calau, Guben, Neuruppin), wo sie von dem jeweiligen Rat der Stadt für die amtlichen Eintragungen verwendet wurden (Krausch, 1978, S. 170). Auch am kaiserlichen Hof in Wien wurden Mollers Kalender gelesen (Krausch, 1978, S. 171). Moller hatte sogar an Kaiser Rudolph II. geschrieben und um Schutz vor denen gebeten, die ihn „äfften“, was ihm gewährt wurde (Krausch, 1978, S. 172). Wohl aus diesem Grund bezeichnete sich Moller auf dem Titelblatt eines Kalenders für 1611 als „Röm. kay. May. befreyten getrewen Unterthanen“ (zit. n. Krausch, 1978, S. 173). Im Auftrag von Rudolph II. wurde Moller sogar um 1608/09 zweimal von → Johannes Kepler besucht (KGW, Bd. XVI, S. 216). Am 2. September 1609 schickte Moller aus Altdöbern einen Brief an Kepler in Prag (wiedergegeben in KGW, Bd. XVI, S. 252).
Über die persönlichen Bekanntschaften geben die Widmungsbriefe in den Kalendern und die Vorreden in anderen Drucken Auskunft. Zum Beispiel widmete Moller den Kalender für 1605 (Reihe 2) einem Hans Pflug „zum Frawenhayn/ in dem Lande Meyssen/ etc. Seinem großgünstigen Junckern/ vnd Förderern“ (Kalendarium, S. A2a). Und ein Gesangbuch mit „wendischen Liedern“ zu publizieren, wurde er durch den „Pastorn von Luckaw/ Herrn Wulffgango Hubergio/ vnd andern vermanet/ auch von vielen gutten Freunden/ gebeten“ (Ein Ewigwerender Kirchen Calender […], zit. nach dem Reprint, S. 12). Dieses niedersorbische Gesangbuch (mit Katechismus) aus dem Jahre 1574 „ist der älteste uns bekannte sorbische Druck und zugleich die älteste Quelle des Westniedersorbischen“ (Vorwort von Heinz Schuster-Šewc in ebd.). 1580 widmete Moller eine Schrift „dem Edlen vnd Ehrenvesten/ Cuntzen von Löben zur Beyle/ etc. Erbsessen/ Meinem Günstigen Juncker vnd Förderern“ (Bedeuttung […], Titelblatt). In derselben Schrift befinden sich lateinische Verse von Aegidius Berliseus aus Erfurt (S. A1b).
„Die grosse Practica Astrologica“ für 1600 enthält einen Widmungsbrief, den Moller „in dem 31. Jahre der stellungen meiner Calender vnd Practicen“ geschrieben hatte (S. A1b), sodaß für seinen ersten Kalender das Gültigkeitsjahr 1570 anzunehmen ist. Die frühen Kalender waren jeweils ein „Allmanach“ (überliefert ist nur einer für 1609), was aus der Erwähnung in der Kometenschrift von 1580 folgt. Der Komet war am 11. Oktober 1580 erschienen und Moller schrieb dazu: „Die Vhrsachen dieses Cometen seind die vorhergehende Monfinsternis/ vnd grosse Coniunction Saturni vnnd Martis, im Jenner vnd Mertzen geschehen/ auch die oppositio Iouis & Martis, so zum andernmall vnd zu gleich mit dem Cometen eingefallen/ daher Ich auff das 1580. Jahr (Wie mein Allmanach zeuget) Ignita meteora, vt Chasmata, Cometam & Parelia, verkündiget/ Vnd solche neben andern Wunderzeichen am Himmel/ vnd auff Erden/ auch erschienen/ etc.“ (Bedeuttung […], S. A2a; identischer Wortlaut in: Bedeutunge […], S. A2a).
Der älteste überlieferte Kalender von Moller ist der für 1587 (Druck in Dresden). Dieser – wie die frühen Schreibkalender anderer Autoren – enthält nach dem Kalendarium die sogenannte kleine Praktik mit nur wenigen Seiten und knappen Informationen zu den Finsternissen. Die sogenannte große Praktik mit 8, 12, 16 oder mehr Blättern erschien zwar als separater Druck, doch nicht losgelöst von dem Kalendariumsteil, dem eigentlichen Kalender. Seit dem erstmaligen Druck eines großen Schreibkalenders (in Quart) für 1541 (siehe bei → Dionysius Sibenburger) wurde ein Prognostikum in Quart als zweiter Teil dem Kalender beigegeben. Die drei ältesten überlieferten Praktiken von Moller sind das „Prognosticon Astrologicum“ für 1573 und 1574 und die „Astrologische Prognostication“ für 1581 (jeweils gedruckt von Michael Wolrab in Bautzen, weder bei Zinner, 1941/64 noch im ZKAAD, 1987–1993 genannt, überliefert in der Stadtbibliothek Zittau bzw. in der Forschungsbibliothek Gotha) sowie die „Grosse Practica“ für 1584 (gedruckt von Jakob Berwalds Erben, verlegt von Simon Hüter und Sigmund Feierabend in Leipzig (Zinner, 1941/64, S. 285, Nr. 3152; ZKAAD, 1987–1993, Nr. 3987), überliefert in der Marienbibliothek Halle). Daß diese Prognostiken zu einem Schreibkalender gehörten, kann aus einer Bemerkung von Moller in seinem Widmungsschreiben des Drucks für 1581 geschlossen werden. Darin führte er aus: „hab ich dieses mein Allmanach/ vnd Prognostication auf das 1581. jahr volfertiget“ (Astrologische Prognostication für 1581, S. A2b). Da der hier genannte „Allmanach“ (in quart) noch vor der Kalenderreform von 1582 erschien, ist er als Vorgänger der drei Kalenderreihen (2a), (3) und (5) zu werten (Reihe (2)). Für eine exaktere Zuordnung fehlen weitere Anhaltspunkte.
Mit den verschiedenen Kalenderreihen (vgl. Titel 2, 3, 5, 6, 7) berücksichtigte Moller die unterschiedlichen Konfessionen der Kalenderkäufer. Die evangelischen Käufer verlangten nach dem „Alten“ (Julianischen) und die katholischen nach dem „Neuen“ (Gregorianischen) Kalender. Die Bezeichnung „Grosser“ Kalender (für solche in Quart) weist darauf hin, daß Moller auch sogenannte „kleine“ Schreibkalender im Format 8° herausgab (Reihen 8, 9). Die Beziehung von Moller nach Prag, Vilnius und Leutschau (ungar. Löcse, heute slowak. Levoča) im Zusammenhang mit dem Druck von tschechischen, polnischen und ungarischen Kalendern ist noch unerforscht. Der lutherisch-orthodoxe Theologe Moller war der Überzeugung, daß die Ankunft Christi auf Erden unmittelbar bevorstünde. Dann würden die Tage verkürzt werden (Matth. 24), „[w]elches auch anzeigen die zeichen am Himmel/ vorab die grosse vnd erschreckliche Sonnenfinsternüs/ so den 2. tag Octobris in diesem 86. Jare geschehen sol/ vnangesehen/ das dieselbe in den Calendern anzuzeigen nachgelassen aus seinen vrsachen/ dauon weiter zu lesen ist in meiner grossen Practica/ so auff das künfftige 1587. Jar/ in den druck vbergeben“ (Etliche nützliche vnd glaubwirdige Coniecturen […], S. A3a).
Mollers Kalender erschienen auch nach dessen Tod und weiterhin unter seinem Namen. In einem tschechischsprachigen Kalender für 1623 heißt es, dieser wurde „abgefaßt von seinen Erben“ (zit. n. Krausch, 1978, S. 174). Erst allmählich tauchte ein neuer Name auf: → Johannes Fischbach, der die deutschsprachigen Kalender bereits seit Mollers Tod verfaßt hatte (Krausch, 1967, S. 181, Krausch zitiert Stephani, 1729, Bl. 169b), bezeichnete sich als Mollers Schüler und führte dessen „Grossen Alt vnd New Schreibe Calender“ fort. Den tschechischen Kanzleikalender (Titel 11) könnte → Simeon Partlicius (dort Titel 4) übernommen haben, dem wiederum → Johann Christoph Daisigner (dort Titel 3) folgte.
In der in Leipzig gedruckten „grosse[n] Practica Astrologica“ für 1598 (vgl. Reihen 2a und 3) wendete sich Moller „An den gönstigen Leser“ und verwies darauf, daß sich „etliche meine Mißgönner […] vnterstehen in meinem Namen Calender vnd Practicen zu dichten/ ja mir abczustelen/ vnd zuuerlegen/ die doch ihrer Sachen keinen rechten grund/ auch vnter falschen Autoren/ solche dinge vermentelen wollen“ (S. A2b). Ein solches Falsum wurde zum Beispiel begangen durch den Drucker Friedrich Hartmann in Frankfurt an der Oder, der 1598 (sic) eine „Grosse Practica Astrologica“ für 1598 herausbrachte, die durch einen „Albinum Mollerum Pomeranum Der Mathematischen Kunst Liebhabern“ verfaßt worden sein soll (Exemplar in der MB Halle, R 3.71 (29), Titelblatt). Hier wurde der Name von Albin Moller aus Straupitz unerlaubt verwendet. Daß der rechte Albin Moller diesen falschen Albin Moller aus Pommern meinte, folgt aus der Erwiderung des letzteren in dessen wieder durch Friedrich Hartmann gedrucktem Exemplar für 1599 (MB Halle, R 3.71 (34)): „Es hat M. Albinus Moller von Straupitz vorm jahr in seiner practica recht aus der 1. Timoth. 6. geschrieben/ das der geitz ein wurtzel sey alles vbels. Denn eben solches jetzt genanten Müller betrifft/ in dem er die Leut bereden wil/ das meine Calender keinen rechten grund sollen haben […]“ (S. A1b). Der „rechte Grund“ betraf die Art der Ermittlung des richtigen Osterdatums. Moller, der in seiner „grosse[n] Practica Astrologica“ für 1599 eine fünfseitige Anleitung lieferte, berechnete dazu den wahren Mondlauf und kam dadurch in manchen Jahren zu einem anderen Ergebnis als durch Anwendung des „Calendarium Gregorianum perpetuum“. Danach könne sich der Leser jährlich „richten/ vnd meine gründliche vnd der freyen/ edlen Sternekunst gemesse/ Calender vnnd Practicen wird zu vnterscheiden wissen/ von allen anderen Calendern vnd Practicen/ so auch vnter meinem erdichten vnd falschen Namen zusammen geflicket/ vnd publiciret werden von den geitzigen Buchdruckern vnd Mißgönnern/ so mich auch darumb vielmals vnzeitig todt gesaget“ (S. A3b–4a). Dieser Streit zwischen Moller und seinen Mißgönnern begann bereits „vor sechs Jahren“ (S. A3b), also 1593. Der Drucker Friedrich Hartmann scheint auch später ohne Scheu Mollers Namen verwendet zu haben. So druckte er die Kalender von → David Frölich unerlaubt unter Mollers Namen (Pavercsik, 1996, S. 292).

Titel:
Deutsche Kalender:
(1) 1570–1627[?]: Alte Allmanach/ mit der kleinen Practica Astrologica, Format 8°.
(2) [?]–1581–[?]: Allmanach, Format 4° (kein Exemplar ermittelt, genannt in der zugehörigen „Astrologische[n] Prognostication“ für 1581).
(2a) 1589[?]–1612[?]: Der grosse Alte SchreibCalender.
(3) 1586[?]–[1587?]: Der alte Schreibkalender/ mit bey gesatzter Zal des Newen. 1588[?]–1630: Grosse Alt vnd New Schreibe Calender.
(4) 1584[?]–1589[?]: Schreib Calender […] einschließlich Prognosticon astrologicon.
(5) 1587[?]–1590[?]: Der grosse SchreibCalender der alten Zahl.
(6) 1603[?]–1618[?]: Grosse Newe SchreibCalender.
(7) 1607[?]–1628[?]: New vnd Alt Schreib Calender.
(8) 1601[?]–1609[?]: Alt vnd New Schreibcalender, Format 8°.
(9) 1596[?]–1602: Schreibkalender. 1603–1606[?]: Kleine alte SchreibCalender, Format 8°.
Tschechische Kalender:
(10) 1594[?]–[?]: Nový kalendář k poznamenání vĕcí potřebných. [?]–1611[?]: Kalendár Nowý.
(11) 1603[?]–1630: Kalendár Hospodàrsky Kancellársky.
(12) 1606[?]–1617[?]: Minucý Nowá k psanj 's Pranostykan Hwčzdářskan, Format 8°.
Polnischer Kalender:
(13) [?]–1606–[?]: Nowy y stary kalendarz.
Ungarischer Kalender:
(14) [?]–1627[?]: Kalendarivm.
Druck und Verlag:
(1) 1570–[?]: ?, [?]–1627: Lorenz Brewer, Leutschau.
(2) 1581: Michael, Wolrab, Bautzen.
(2a), (3) 1586: Druck Johann Beck, Erfurt, Verlag Nicolaus Nerlich, Leipzig, [1587?]–1588: Druck ?, Frankfurt/Oder, Verlag Nicolaus Nerlich, Leipzig, 1589–1590: Johann Beyer, Leipzig, 1591–1593: Druck Andreas Petri, Eisleben, Verlag Nicolaus Nerlich, Leipzig, 1594: Nicolaus Voltz, Frankfurt/Oder, 1595–1602: Druck Vincent Strach, Leipzig, Verlag Nicolaus Nerlich, Leipzig, 1603–1630: Nicolaus Nerlich, Leipzig.
(4) 1584: Druck Jakob Berwalds Erben, Leipzig, Verlag Simon Hüter und Sigmund Feierabend, Leipzig, 1589: Johann Beyer, Leipzig.
(5) 1587–1588: Matthes Stöckel d. J., Dresden, 1590: Ambrosius Fritsch, Görlitz.
(6) 1603: Wacslaw Marin von Gencic, Prag, 1618: Nicolaus und Christoph Nerlich, Leipzig.
(7) 1607–1623: Nicolaus Strauß, Prag, 1623[sic]–1628: Nicolaus Nerlich, Leipzig.
(8) Johann Böttcher, Magdeburg.
(9) 1596–1599[?]. Druck Vincent Strach, Leipzig, Verlag Nicolaus Nerlich, Leipzig, [1600?]–1606[?]: Druck und Verlag Nicolaus Nerlich, Leipzig.
(1) 1594–[?]: Michael Peterle, Prag.
(11), (12) Mikulasse Psstrosa (Nicolaus Strauß), Prag.
(13) ?, Vilnius.
(14) Lorenz Brewer, Löcse.
Nachweis:
Herbst, 2008a, S. 127–128. FB Gotha, Chart B 1451, 1453, 1456, 1469 (Reihe 9). Knihopis Českých, 1994, Bd. 2.6 (2000), S. 75f., 155. Krausch, 1978, S. 178–182. RMNy, 1983, S. 417f. Wernicke, 2012a, S. 31. ZKAAD, 1987–1993, abS. 328, Nr. 4035 und passim. VD16. VD17. CERL. ULB Darmstadt, Hs 3460 (Ex. für 1586, 1588 von Reihe 3). StA Hildesheim, VII A 48 (Ex. für 1601, 1602, 1606 der Reihe 9). ThHSA Weimar, A: IV, Nr. 2 (Ex. für 1609 der Reihe 8). Vgl. Jecht, 1909, S. 111 mit drei nicht mehr vorhandenen Kalendern von Moller für 1590, 1593 (Druck Ambrosius Fritsch, Görlitz) und 1592 (Druck Michael Peterle, Prag).
Online:
Kalendarium 1596 von (2), Kalendarium 1587 von (5), Kalendarium 1590 von (5), Kalendarium (mit Porträt) 1612 von (6), 1601 von (8), ein zweiter Teil („Grosse Practica“) 1587, ein zweiter Teil („Die grosse Practica Astrologica“) 1590, 1596, 1597, 1600 und 1612, ein zweiter Teil („Practica Astrologica“) 1595 und 1596 (auf Breslau gerichtet und dort gedruckt) [03.07.2014].
Andere Drucke (ohne die Praktiken):
(1) Ein Ewigwerender Kirchen Calender/ wie man den Sontags Buchstaben/ die zeit zwischen dem Christage vnd Fastnacht gründtlichen erfinden möge. Auch ein Wendisches Gesangbuch/ darinnen auff die Hohe Fest/ […]. Auch der Kleine Catechismus/ mit dem Tauff vnd Träwbüchlein/ Wendisch vertiret. […] publiciret, durch Magistrum Albinum Mollerum Straupicensem, Lusatiae inferioris, Astronomiae Cultorem, et Ecclesiae Christi Pastorem. Bautzen 1674. Reprint in: Albin Moller Niedersorbisches Gesangbuch und Katechismus Budissin 1574. Berlin 1959 (= Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik, Nr. 18). Der im Titel mit genannte Kirchenkalender ist im Druck nicht enthalten.
(2) Tabvlae Dvae Astronomicae, Perpetvae: Qvarvm Prior Exhibet Nomina Et notiones Stellarum fixarum insigniorum 66. in Zodiaco […] rectificatae ad annum Domini 1600. Per Magistrum Albinum Mollerum Straupicensem, Lusatium, Astronomiae & Medicinae Cultorem. Bautzen: Michael Wolrab, 1576.
(3) Bedeuttung Des newen Cometen/ so in diesem 1580 Jahre/ den 11. Octob. vmb 9 des Abents bey vns erstlich ersehen worden/ Durch M. Albinum Möllerum/ Astronomum & Medicum. Erfurt: Johann Beck, [1580]. ThULB Jena, 4 Diss. philos. 19 (21).
(4) Bedeutunge des newen Cometen/ so in diesem 1580. Jar/ den 11. Octobris/ vmb 9. Vhr auff den abend allhier zu erst ersehen/ vnd beschrieben/ etc. Zu ehren vnd günstigem wolgefallen/ dem Gestrengen/ Edlen vnd Ehrnuesten/ Cuntzen von Löben zur Byle/ etc. Erbsessen/ Meinem günstigen Junckern vnd Förderern/ Dediciret. Durch M. Albinum Mollerum/ S. L. Astronomum ac Medicum. Ohne Ort 1580. ThULB Jena, 4 Theol. XLVII, 13 (42).
(5) Etliche nützliche vnd glaubwirdige Coniecturen, Vermutungen/ das der liebe Jüngstetag/ das letzte Gericht der Welt/ nahe ist. Sampt einer getrewen vnd nötigen Warnung/ dabey die einschleichenden Caluinisten zu erkennen seind/ Da voran ein Epitaphium, etc. vnd zuhindern eine Klage vber die Calumnien gesetzet; […]. Durch M. Albinum Mollerum Straupicensem, Lusatium, Ecclesiasten. Dresden: Matthes Stöckel, 1586. ThULB Jena, 8 Bud. Theol. 170 (15).
(6) Eine kurtze Erklerung/ des Renouierten vnd Corrigierten Kayserlichen Calenders. […]. Ohne Ort 1588. Online.
(7) Gründlicher vnd warer Bericht/ Von dem newen Cometstern/ so in der Lufft vnter dem Himmel gesehen/ nach dem Niedergang der Sonnen/ in October vnd Novemb. des M. DC. IV. Jahrs. […]. Eisleben: Jacobus Gaubisch, 1605. Online. Mehrere Druckversionen, vgl. VD17.
Literatur:
Dagmar Böcker: Kalender nach alter und neuer Berechnung für das Jahr 1612 [verfaßt von Albin Moller]. Gattungseigene Differenziertheit innerhalb eines Massenmediums als interdisziplinäre Quelle. In: Katrin Keller, Gabriele Viertel, Gerald Diesener (Hrsg.): Stadt, Handwerk, Armut. Eine kommentierte Quellensammlung zur Geschichte der Frühen Neuzeit. Leipzig 2008, S. 665–671.
Heinz-Dieter Krausch: Beiträge zur Lebensgeschichte von Albin Moller. In: Lĕtopis A (Jahresschrift des Instituts für Sorbische Volksforschung), Bd. 25 (1978), S. 159–182.
Heinz Schuster-Šewc: Vergleichende historische Lautlehre der Sprache des Albin Moller. Ein Beitrag zur Geschichte der niedersorbischen Sprache. Berlin 1958 (= Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik, Nr. 15).

Erstellt: 03.07.2014
Letzte Aktualisierung vor 20.01.2020: 01.11.2019
Letzte Aktualisierung nach 20.01.2020: 08.09.2021

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