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Winckler, Georg

„Georgius Winckler Forchemius, der Artzney Doctor/ bestelter Medicus der Fürstlichen Wirtenbergischen statt Bietickheim“; „Fürstlicher Wirtenbergischer bestelter Doctor Medicus zu Bietickheim“ (Selbstbezeichnungen auf den Titelblättern, zit. 1567 (Reihe 2), 1581 (Reihe 1))
* ca. 1534 Forchheim, † 6.1.1606 Schwäbisch Hall
Kalender seit 1564, verfaßt bis 1583

Georg Winckler wurde um 1534 in Forchheim, wo „die Winckler zu den alteingesessenen Bürgergeschlechtern“ gehören, geboren (Matthäus, 1969, Sp. 1071). Ein älterer Bruder war → Nicolaus Winckler. Die akademische Ausbildung begann er am 24. April 1554 an der Universität in Tübingen (Hermelink, 1906, S. 372 „Georgius Vuincklerus Forchheimensis (24. April [1554])“), wo er am 19. September des gleichen Jahres Baccalaureus der freien Künste wurde. Am 28. September 1555 wurde er an der Universität Wittenberg immatrikuliert (Förstemann, 1841, Bd. 1, S. 311 „[1555] Mense Septembri 28. Georgius Winckler Forchheimensis“). 1560 ist er das erste Mal als Arzt in Bietigheim nachweisbar (Wunde/Lenckner, 1956, S. 665). Ende 1561 wechselte er noch einmal nach Tübingen (Hermelink, 1906, S. 422 „Georgius Winckler Forchemius rursus se indicavit (31. Dez. [1561])“). Dort wurde er am 31. Oktober 1564 zum Doktor der Medizin promoviert (ebd.; anderer Druck). Daraufhin ließ er sich als Arzt erneut in Bietigheim nieder. 1582 zog er nach Schwäbisch Hall um, wo er am 24. September das Bürgerrecht erhielt (Wunder/Lenckner, 1956, S. 665). Georg Winckler heiratete drei Mal: 1. Hanna Hormold (gest. 5.5.1581), 2. Ursula Bückhin (gest. 1599), 3. 24.4.1599 Catharina Arnolt (gest. 20.7.1623). Die Ehen blieben kinderlos (Wunder/Lenckner, 1956, S. 665). Er starb am 6. Januar 1606 in Schwäbisch Hall im 72. Lebensjahr.
Für 1564 verfaßte Winckler sein erstes Prognostikum. Da aus späteren Jahren auch Schreibkalender von ihm überliefert sind (für 1569, UB Augsburg, 02/IV.5.4.64), ist anzunehmen, daß er diese von Anfang an herausgab. Neben den Quartkalendern verfaßte Winckler auch Wandkalender (überliefert für 1567, BSB München, Einbl. Kal. 1567 i).

Titel:
(1) 1564–1583: Schreibkalender, Format 4°.
(2) 1567[?]–[?]: Almanach, Einblattdruck, Format 2°.
Druck und Verlag:
1564–1569[?]: Sebald Mayer, Dillingen, 1568–1569 auch: Matthaeus Franck, Augsburg, 1572[?]–1577: Valentin Fuhrmann, Nürnberg, 1578–1580: Nicolaus Knorr, Nürnberg, 1581–1583: Valentin Schönig, Augsburg.
Nachweis:
Matthäus, 1969, Sp. 1366. Zinner, 1941/64, S. 238, Nr. 2358 (Vorhersage für 1564) und passim. ZKAAD, 1987–1993, Teil 4, S. 321, Nr. 3957 (Practica für 1581) und passim. VD16. CERL1. CERL2.
Online:
(1) 1568 Prognostikum, 1572 Prognostikum, 1574 Prognostikum, 1581 Prognostikum
(2) 1567 [15.04.2016].
Andere Drucke:
(Dissertation) Docente & iuvante Deo […] Praeside Gravissimo atque Praestantissimo viro, domino Leonharto Fuchsio, Philosophiae verioris […], Domino & Praeceptore suo omni pietate, fide ac studio summe observando, Georgius Winkler Forchemius, Philosophiae ac Madicinae Studiosus, […] subsequentem quaestionem, ac conclusiones una cum appendice […] disputabit, & pro ingenii viribus defendere conabitur. Tübingen 1564. UB Tübingen, Jf I 54.4.
Literatur:
Klaus Matthäus: Zur Geschichte des Nürnberger Kalenderwesens. Die Entwicklung der in Nürnberg gedruckten Jahreskalender in Buchform. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens, Frankfurt am Main 1969, Bd. IX, Sp. 967–1396. Zu Georg Winckler: Sp. 1073.

Erstellt: 15.04.2016

winckler_georg.txt · Zuletzt geändert: 2016/04/15 14:50 (Externe Bearbeitung)