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Maccius, Johannes

„M. Iohannes Maccius, Würtembergicus, vnd Pfarrer zu Pflummern“; „Würtembergicus, Pfarrer zu RottenAcker/ vnd der Astronomiae Liebhaber“; „der Astrologj Liebhaber“; „Theologus, vnd Astronomiae Liebhaber“ (Selbstbezeichnungen auf den Titelblättern, zit. 1629 (Kalendarium), 1630, 1641, 1642 (jeweils zweiter Teil))
* ca. 1606 Deizisau [?] bei Eßlingen, † ca. 1642 [?] [Ort?]
Kalender seit 1629, verfaßt bis 1642

Johannes Maccius wurde in Württemberg geboren. Hier wird vermutet, daß er derjenige Johannes Mack war, der aus Deizisau, einem Dorf ca. 10 km südöstlich von Eßlingen gelegen, stammte und sich am 10. September 1624 in die Matrikel der Universität in Tübingen einschrieb (Bürk/Wille, 1953, Bd. 2, S. 156 „[1624.] IX. 10. Johannes Mack Deitzisauensis“). Demnach könnte er um 1606 geboren worden sein. Dieser wurde am 20. September 1625 zum Baccalaureus und am 23. August 1628 zum Magister promoviert (ebd.). 1633 war er Pfarrer zu Hausen ob Lontal (ebd.), einem Dorf zwischen Ulm und Heidenheim. Der kalenderschreibende Johannes Maccius war bereits 1628 Pfarrer in Pflummern, einem Dorf unweit von Riedlingen (ca. 30 km südwestlich von Ulm), und 1629 Pfarrer im ca. 15 km nordöstlich gelegenen Rottenacker (Selbstbezeichnungen auf den Titelblättern für 1629 und 1630). Er könnte 1633 nach Hausen ob Lontal versetzt worden sein. Nicht klar ist, warum bei den überlieferten Kalendern für 1641 und 1642 keine Nennung der Lebensorte von Maccius erfolgte. Vielleicht war Maccius bereits gestorben und der Drucker Johann Geng benutzte unerlaubt den Namen von Maccius weiter, der zumindest die Verwendung erdichteter Namen zugegeben hat (vgl. → Christian Bodenseher). Die Kalenderreihe von Maccius wurde ab 1643 von → Henricus Fönsterraves fortgeführt.

Titel: 1629–1642: Schreib=Calender.
Druck und Verlag:
1629: Wolfgang Endter, Nürnberg, 1630–[1632?]: Druck Andreas Senfft, Durlach, Verlag Rudolph Kaudt und Salomon Bab, Stuttgart, [1633?]–1637: Druck Johann Sebastian Meders Witwe, Ulm, Verlag Johann Görlin, Ulm, 1638–1640[?]: ?, 1641[?]–1642: Johann Geng, Konstanz.
Nachweis:
Herbst, 2008a, S. 122. Ergänzung: GLA Karlsruhe, 65/513, Nr. 11 (1641, nur zweiter Teil) und 13 (1642, Fragment); StB Braunschweig, Zs I 676/9 und 9a. VD17.

Erstellt: 16.12.2016
Letzte Aktualisierung: 23.10.2019

maccius_johannes.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/23 14:21 von klaus-dieter herbst