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Remus Quietanus, Johannes

„Ihrer Hochfr. Durchl. Ertzher. Leopoldi/ etc. Raht/ Medicus, vnd Mathematicus, &c. Joannes Remus Quietanus“; „Ioann. Remus Quietanus M. & Phil. Doct. vnd der hohen Stifft Straßburg (von hauß auß) nun in das 24. Jahr bestellter Medicus in der Ober Mundat zu Ruffach“ (Selbstbezeichnungen auf den Titelblättern, zit. 1625, 1651)
* 12.9.1588 Herda bei Salzungen/Thüringen, † 17.10.1654 Rufach/Elsaß
Kalender seit 1625, verfaßt bis mindestens 1651

Johannes Remus Quietanus wurde am 12. September 1588 (Julianisch) als Johannes Rudrauf im thüringischen Dorf Herda, das etwa 10 km nordwestlich von Salzungen liegt, geboren (Mitteilung von Remus Quietanus an → Johannes Kepler im Brief vom 13. März 1619, KGW, Bd. XVII, S. 338 „ad diem 22. Septembris st. nouo 1588. horam 9. P. M. Sol est 29°. 44′. [Virgo]. tempore meae natiuitatis“; vgl. Mertzeisen/Luminet, 2017, Anm. 6 – für den am 10. September 2017 gegebenen Hinweis auf diese Literatur danke ich Jacques Mertzeisen, Eguisheim in Frankreich). Drei Tage später, am 15. September, wurde er auf den Namen „Johannes“ getauft (Pfarrerbuch Thüringen, Bd. 3, S. 363). Der Vater war Jeremias Rudrauf (gest. 19.12.1618). Dieser studierte gemeinsam mit einem Valentin Rudrauf seit 1567 an der Universität in Jena (Mentz/Jauernig, 1944, S. 270) und wurde dort am 17. Januar 1572 zum Magister promoviert (ebd., S. 572). Danach wurde er Lehrer an der Lateinschule in Coburg. Anschließend übernahm er seit 13. Mai 1580 das Pfarramt in Herda (Pfarrerbuch Thüringen, Bd. 3, S. 363). Seinem Vater „M. Jeremiae Rudravio Pastori in Herda/ & Windischensula vigilantissimo“ widmete er die Disputation vom 28. August 1606 (anderer Druck, Titel 1).
Johannes Rudrauf studierte in Jena seit 1605 (Mentz/Jauernig, 1944, S. 270 „Rudrauf, Joh., Herden. 1605a, 119“). An der Universität in Padua studierte er seit dem 19. Juni 1608 Medizin (Rosetti/Dosio, 1986, S. 142 „Ioannes Quietanus Saltzungensis Francus, universae medicinae studiosus, numeratis numerandis, nomen suum huic inclytae nationi Germanicae adscripsit 19 iunii anno 1608“). Auch in späteren Veröffentlichungen gab Remus Quietanus seinen Herkunftsort mit Salzungen an, das man eher kannte als Herda. So unterzeichnete er die Widmung des Kalenders für 1625 mit: „Von Joh. Remo Qietano Saltzungensi Thuringio, Med. D. Wolermeldter Hochfürstl. Durchl. Consiliario Physico vnd Mathematico“ (Kalender für 1625, Kalendarium, S. A1b). In einem (nicht überlieferten) Prognostikum für 1629 soll Remus Quietanus über seinen „Vetter vnd patruelis Jeremias Volckard, Stattfenderich“ in Salzungen, geschrieben haben (Kepler in seinem Brief an Wallenstein vom 24.2.1629, KGW, Bd. XVIII, S. 383).
Aus einer autobiographischen Notiz im Kalender für 1626 geht hervor, daß Remus Quietanus sich in Rom und Ingolstadt aufgehalten und dort auch astronomische Beobachtungen durchgeführt hat (Kalender für 1626 (handschriftliches Exemplar), zweiter Teil, Bl. 186v; vgl. die anderen Drucke, Titel 4 und 5). In Ingolstadt dürfte er mit dem Astronomen Christoph Scheiner (1573–1650) zusammengetroffen sein, vielleicht auch mit Johann Baptist Cysat (1586–1657). Aus Rom schrieb er am 17. Dezember 1611 einen Brief an Kepler (KGW, Bd. XVI, S. 396). Ein im Jahr 1615 in Rom von Remus Quietanus verfaßtes astronomisches Manuskript befindet sich in der Biblioteca Casanatense in Rom (Ms. 1582 [28.02.2017]). In Italien traf er auch mit Galileo Galilei zusammen (Wolf, 1890, Bd. 2, S. 234), mit dem er danach in brieflichem Kontakt blieb (z. B. Brief von Remus Quietanus an Galilei vom 24.8.1619 in A. Favaro: Le Opere di Galilei, Bd. XII, S. 484), und er freundete sich mit Giovanni Faber (1574–1629), einem deutschen Gelehrten und Kanzler der „Accademia dei Lincei“, an (Mertzeisen/Luminet, 2017; Briefe an Faber sind überliefert im Archiv der Accademia dei Lincei in Rom [12.09.2017]; für den am 11. September 2017 gegebenen Hinweis darauf danke ich Jacques Mertzeisen, Eguisheim in Frankreich). Kepler wußte in seinem Brief an Wallenstein vom 24. Februar 1629 zu berichten, daß Remus „zu Rom in der Inquisition catholisch worden vnd noch ist“ (KGW, Bd. XVIII, S. 384).
Im Jahr 1618 kehrte Remus Quietanus von seinen Reisen zurück. Am 1. Juli 1618 schrieb er aus Innsbruck einen Brief an Faber. Auf dem weiteren Weg nach Wien besuchte er Kepler in Linz (KGW, Bd. XVII, S. 294). Er war 1618 als Arzt und Mathematiker mit einer Besoldung von 600 Gulden an den kaiserlichen Hof nach Wien berufen worden (KGW, Bd. XVII, S. 276, Remus Quietanus an Kepler vom 20.10.1618: „Vocandus eram à Rege sed praeuentus à Caesareis pro Medico et Mathematico Caesareo acceptus sum stipendio 600 fl.“). Er wurde Leibarzt des Erzherzogs Maximilian III., der jedoch am 2. November 1618, d. h. kurz nach Remus’ Ernennung, starb (vgl. Mertzeisen/Luminet, 2017, Anm. 21). Danach sollte er Arzt von Kaiser Matthias I. werden, doch auch dieser starb schon am 20. März 1619. Remus Quietanus schrieb später darüber in seiner Kometenschrift von 1619 (anderer Druck, Titel 5), die er an „Kaysern Matthiam p. m. als ich ex officio Medici & Mathematici (zwar bestelt/ aber nicht angetretten) […] zu Inßbruck außgehen lassen“ (Prognostikum für 1642, S. D3b–4a). Daß Remus Quietanus schließlich Rat, Arzt und Mathematiker des Erzherzogs Leopold in Wien geworden war, gab er später auch auf den Titelblättern seiner Kalender preis. Vom 17. Januar 1625 ist ein Empfehlungsschreiben Leopolds zugunsten eines Schreibkalenders von Remus Quietanus überliefert (Koppitz, 2008, S. 432). Remus Quietanus stellte am 14. Oktober 1626 ein Gesuch für ein Kalenderprivilegium (ebd.).
Im Juni 1620 hielt sich Remus Quietanus in Sulz (frz. Soultz) nahe Rufach (frz. Rouffach) im Elsaß auf, wo er eine Mondfinsternis beobachtete (Prognostikum für 1642, S. C4a „wie ich vnd Kepler zu Sultz vnnd Lintz Anno 1620. im Iunio observiret“). Er wurde um 1626 zum Stadtmedicus in der zwischen Basel und Straßburg gelegenen Stadt Rufach berufen, denn im Kalender für 1651, den er 1650 schrieb, bezeichnete er sich als „nun in das 24. Jahr bestellter Medicus“ (Kalender für 1651, Titelblatt). Er heiratete (vermutlich 1620) Maria Schlitzweck (17.8.1597–27.2.1635), die 1623 einen Sohn gebar (Mertzeisen/Luminet, 2017, Anm. 40). 15 Jahre nach dem Tod von Maria heiratete Remus Quietanus erneut, jetzt Maria Helena Freudenstehlin aus Ensisheim. Remus Quietanus starb am 17. Oktober 1654 in Rufach (ebd., Anm. 33 mit Verweis auf das Archives de Rouffach, registres paroissiaux).
Vermutlich war Remus Quietanus der erste Astronom und Kalendermacher nach Kepler, der für die astronomischen Rechnungen die 1627 veröffentlichten Rudolphinischen Tafeln von Kepler verwendete (Herbst, 2010d, S. 166f.). Auf dem Titelblatt des zweiten Teils des Kalenders für 1629 heißt es: „Auß den newen Tabulis Rudolphinis mit fleiß gerechnet“. Kepler, mit dem Remus Quietanus Briefe wechselte, hielt ihn für einen fähigen Rechner, denn an Wallenstein schrieb er am 24. Februar 1629 aus Sagan: „Sonsten ist er wol deren einer, für wölche Ich meine speculationes coelestes geschriben habe, dan er ist deren fähig, vnd tritt mir starckh nach den Schuchen, hatts gar gutt im Sin, er woll es besser machen“ (KGW, Bd. XVIII, S. 384). Remus Quietanus wiederum setzte sich in seinen Kalendern regelmäßig mit den astronomischen Rechnungen und Beobachtungen auseinander (siehe z. B. das Quellenzitat 1). Bedeutsam ist dessen Beobachtung des Merkurtransits am 7. November 1631 (publiziert in Brahe, 1666, S. 955f.; siehe Quellenzitat 3). Aus dem Jahr 1641 ist eine Bemerkung von ihm überliefert, in der er sich als Befürworter des Heliozentrismus zu erkennen gab (Prognostikum für 1642, S. E1b „auß dem rechten Centro universi das nemblich die Sonn“). Remus Quietanus arbeitete auch an eigenen, verbesserten astronomischen Tafeln (Quellenzitat 2), über die aber keine Einzelheiten bekannt sind. Im Prognostikum für 1642 – das er ohne den Kalenderteil herausbrachte, weil sein „vorige Trucker“ ihm „nicht zugehalten/ vnd ohne das Hand-Calender newes vnnd altes Styli, wie auch sonsten Directoria vor die Geistlichen gnug zubefinden“ (S. A1b) – bat er die Widmungsempfänger (die Ratsmitglieder von Colmar) um Entschuldigung dafür, daß er aus Mangel an Zeit „besondere Annotationes vnd rechnungen auß meinen newen tabulis (so noch reservirt)“ nicht anfügen konnte (S. A2a). Ferner wird in der Literatur vermutet, daß Remus Quietanus auch an der Schaffung der Sonnenuhr am Turm der Kirch St. Catherine in Rufach beteiligt war (vgl. Cadran solaire).

Titel:
(1) 1625–1632[?]: Schreibkalender.
(2) 1639[?]–1651[?]: Schreibkalender.
Druck und Verlag:
(1) 1625–1627: Martin Wagner, Basel, 1628–1629: Johann Andreae, Straßburg, 1630–1632: Johann Schultes d. J., Augsburg.
(2) 1639: ?, Augsburg („meinem Buchtrucker A. A. zu Augspurg“), 1640–1641: ?, 1642: Georg Friderich Spannseil, Colmar, 1643–1650: ?, 1651: Johann Heinrich Mittel, Straßburg.
Nachweis:
Herbst, 2008a, S. 137. Ergänzung: GLA Karlsruhe, 65/515 (Ex. für 1651); UB Basel, EC VIII 2:6 (Prognostikum für 1642, dort S. E1a Erwähnung des Kalenders für 1639). Wernicke, 2012a, S. 45. VD17 (ohne Kalender). CERL (ohne Kalender).
Online:
(2) 1642 Prognostikum [12.09.2017].
Andere Drucke:
(1) (Disputation) Petrus Theodoricus (Praeses), Johannes Rudrauf (Respondent): De defensionis materiâ in foro utilissima […]. 28. August 1606. Jena. ThULB Jena, 8 MS 8805 (7). HAAB Weimar 19 A 9477 (42), online [13.09.2017].
(2) (Disputation) Petrus Theodoricus (Praeses), Johannes Rudrauf (Respondent): Disputatio IV. De Judiciorum Publicorum Constitutione veluti de Accusatione, in Quisitione & captura reorum. Jena [1606/1607]. ThULB Jena, 4 Jur. XXI, 4 (Sammelband, 1618, S. N1a–Q4b). Und in anderen Bibliotheken.
(3) Gründliche Beschreibung vnd Erinnerung Des Newen Monstrosischen Sternes/ welcher Anno Christi 1607. kurtz nach Jacobi/ vom 27. Julij an die gantze Ernde vber biß durch die helffte Octob. am hohen himmel geleichtet. […] gesetzt vnd verfertiget/ Durch Ioannem Rudrauffen/ Herdensem Hassotyrigetam. Ohne Ort und Jahr [Erfurt 1607]. MB Halle, R 3.82 Q (29). Und in anderen Bibliotheken.
(4) Observationes eclipsis lunaris anno MDCXVI. XXVI. Augusti nocte sequente Romae habitae. Ex qua et aliis tribus exquisitis demonstrantur distantiae, magnitudines, & proportions corporum ac sphaerarum Solis, & Lunae, ac umbrae Terrenae, una cum comparatione calculi Alphonsini, Copernicaei, Brahaei, & Magini. Rom 1616. 2. Auch Innsbruck 1619. Academia dei Lincei Rom, zitiert nach Mertzeisen/Luminet, 2017, Anm. 20.
(5) Libellus de cometa anni 1618. Innsbruck 1619. Zitiert nach Zinner, 1941/64, S. 373, Nr. 4678.
(6) Discurs von der Zusammenkunft der zweyen höchsten Planeten. Colmar 1642. Zitiert nach Mertzeisen/Luminet, 2017, Anm. 10.
Literatur:
Klaus-Dieter Herbst: Die erstmalige Benutzung von Keplers Rudolphinischen Tafeln für die Herstellung eines Schreibkalenders. In: Karsten Gaulke und Jürgen Hamel (Hrsg.): Kepler, Galilei, das Fernrohr und die Folgen. Frankfurt am Main 2010 (= Acta Historica Astronomiae, Vol. 40), S. 160–169. Zu Johannes Remus Quietanus: S. 163–168.
Jacques Mertzeisen, Jean-Pierre Luminet: Homage to Quietanus. In: Inference. International Review of Science, vol. 3, issue 2 (2.8.2017). Online [10.09.2017].
Quellenzitate:
(1) Zur Mondfinsternis vom 8. November 1631: „Dise Finsternuß wirdt sich eben in der obseruation erzeigen/ wie Anno 1620. den 15. Junij, welche Keplerus auch absonderlich beschrieben/ vnd ich auch im Elsaß obseruiret gleichformig. […] Den Studiosis Mathematum will ich zu lieb meinen Calculum hieher setzen/ werden hierauß sehen/ daß VVitichius ein vornemer Casselischer Mathematicus Anno 1583. (da dergleichen geschehen) nicht vbel obseruiret, vnd vergebens in verdacht gezogen worden. Es hat viel ein ander gestallt mit der hypothesi Lunae, als der andern Planeten teste tubo optico, vnd soll billich heissen bey einem jedern auffrichtigen Philosopho: Nullius additus jurato in verba Magistri.“ Dann folgt die Rechnung und anschließend die Zeiten für 28 Orte! (Johannes Remus Quietanus: Schreib Kalender für 1631, zweiter Teil, S. C3a–b).
(2) „In gegenwärtigem Calender hab ich nur die ersten zween Monat selber ex Rudolphinis gerechnet/ das vbrige habe ich auß den newen Keplerianischen Ephemeridibus genommen/ weil sie dermal eins in vergangner Fastenmeß (wiewol incorrect gnug) außgangen/ die newen Aspect (so gleichwol nicht ohne effect) sind sonderlich hierinnen auffgezeichnet/ vnd der obseruation wol würdig. Was meirers [sic] manglet/ vnnd von vielen diser edlen Kunst der Matheseos Liebhabern scilicet quoad certiorem in Eclipsis maximè & faciliorem more Prutenico Calculum desiderirt wirdt/ möchte ich wol wünschen das hirzu gehörige Sumptus von grossen Herren geschöpffte/ vnd weil Keplerus nunmehr in vergangnem Jahr den 15. Nouembr: zu Regenspurg verblichen/ ein berümbter vnd qualificirter Successor pro complemento restitutionis motuum caelestium, quod requirit totum sed non omnem hominem darz deputiret würde/ Weil aber die motus terrestres jetzund den Vortantz haben/ besorge ich/ die Musae vnd Harmonia caelestis werden silentium Pythagoricum noch ein weil halten müssen. Es haben zwar vnderschidliche gelehrte/ ja auch Fürstliche personen in Teutsch vnd Welschen Landen meine tabulas Austriales von mir instanter begehrt/ weil aber die Zeiten/ wie gemeldt/ gar zu schwer/ als ist es mir auch noch zur zeit vnmöglich.“ (Johannes Remus Quietanus: Schreib Kalender für 1632, zweiter Teil, S. A3b–4a).
(3) „Remus Quietanus Rubeaci haec habet, in litteris ad Serenissim. Leopoldum.
7. Novemb. H. 9. 42′. 30″. mat. maculam parvam vix tertiam unius Scrupuli adaequantem, de repente ultra medium Solis aspexi, colore sub nigram & chalybeam quasi, longè ab aliarum macularum colore differentem. Diameter 18″. circiter H. 11. ante merid. jam ante quadrantem ex antecedenti observatione [Mercurii] excesserat.
Unde & per calculum deprehendi principium hujus ingressus contigisse Rubeaci H. 5. 35′1/4. p. m. noct. cum latitudine 0°. 0′. 0″. mediâ [obere Konjunktion] H. 8. 10′. ant. mer. [S. 956] adeoque Keplerum 4. H. 48′. aberasse, qui mediam [obere Konjunktion] Rubeaci ponit H. 12. 58′.
Hinc calculum [Mercurii] ut & [veneri] correxi, prout Tabulae meae motuum Caelestium testabuntur, medijs enim motibus [Mercurii] aliquid addendum, Excentricitati aliquid detrahendum in Rudolphinis. Hinc iterum stabilitur mea de diametrorum in corporibus caelestibus sententia, scilicet [Saturni] diameter est ferè decupla Telluris, & centupla in superficie, sive disco, millecupla in soliditate. [Jovis] Quintupla. 25. pla. 125. pla. cubice. [Martis] sesquialtera &c. [Venera] autem & [Mercurius] non adaequant soliditatem Terrae [Venera] enim vix tertiam, [Mercurius] vix 12. Terrae sibi vendicant. [Sol] autem occupat 60. Diametros Telluris, discus ejus 3600. solidus 216000 adeoque spatium quod occupat Sol praecisè adaequat totam Sphaeram cursus Lunaris circa terram, quod Prolemaeo vix 166. vices implebat.
Qualis igitur est proportio Sphararum, talis etiam mihi exacte diametrorum in globis Planetarijs, & quod mirandum, si quis ex centro Solis omnes conjunctos aspiceret, is omnes sub uno praecisè eodemque angulo deprehenderet Scil. 30′.
Addit post haec Remus: Keplerus facit diametrum Orbitae lunaris, mediam proportionalem inter [Solis] & [Lunae], hoc est ut diameter Telluris as diametrum Orbitae Lunae, ita diameter Orbitae [Lunae] ad diametrum Orbitae Telluris.
Ergo decentius, ut diameter [Lunae] ad diametrum orbitae [Lunae], ita diameter orbitae [Lunae] ad diametrum orbitae Telluris. Haec Remus Quietanus in Epist. ad Sereniss. LEOPOLDUM.“ (Brahe, 1666, S. 955f.).

Erstellt: 01.03.2017
Letzte Aktualisierung: 11.06.2018

remus_quietanus_johannes.txt · Zuletzt geändert: 2018/06/11 16:57 von klaus-dieter herbst