Deutsche Presseforschung

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Die Vermittlung der Forschungsergebnisse an die wissenschaftliche und die allgemeine Öffentlichkeit ist fester Bestandteil der Tätigkeit der Forschungsstelle. Die Drucklegung von Publikationen der ZWE Deutsche Presseforschung wurde dankenswerterweise gefördert durch die folgenden Stiftungen und Institutionen: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), FAZIT-Stiftung Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH, Stiftung Presse-Haus NRZ, Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung über Wesen und Bedeutung der freien Berufe, Ludwig Sievers Stiftung, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Gesellschaft für Deutsche Presseforschung zu Bremen e.V. Das Institut gibt mehrere Buchreihen sowie eine aktuelle Fachzeitschrift (mit) heraus:

Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte

Presse und Geschichte - Neue Beiträge

Die jüdische Presse. Kommunikationsgeschichte im europäischen Raum. The European Jewish Press - Studies in History and Language

Studien zur Publizistik. Bremer Reihe - Deutsche Presseforschung

Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte

herausgegeben von Holger Böning, Arnulf Kutsch und Rudolf Stöber

Das Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte erscheint jährlich seit 1999 im Verlag Steiner in Stuttgart. Herausgegeben wird es von Holger Böning, Deutsche Presseforschung, Arnulf Kutsch, Institut für Kommunikationswissenschaften Universität Leipzig, und Rudolf Stöber, Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft Universität Bamberg. In seinem Wissenschaftlichen Beirat sind maßgebliche in- und ausländische Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der historischen Presse- und Kommunikationsforschung vertreten.

Für die Gründung des Jahrbuches war die Beobachtung maßgeblich, daß während der vergangenen Jahrzehnte das Interesse an der Kommunikationsgeschichte weitaus stärker als in der Kommunikationswissenschaft in anderen wissenschaftlichen Disziplinen gewachsen ist. Insbesondere in der Geschichtswissenschaft, der Literatur- und der Kunstgeschichte, der Kulturwissenschaft und der Volkskunde sind die Zusammenhänge zwischen der Entstehung der Moderne und der mit ihr verbundenen Entwicklung von Öffentlichkeit zu wichtigen Forschungsfeldern geworden. Während sich die ehedem historisch-sozialwissenschaftlich orientierte Publizistikwissenschaft seit Beginn der 60er-Jahre in eine dominant empirisch-sozialwissenschaftliche Kommunikationswissenschaft transformierte, deren historisches Bewusstsein international, aber auch in Deutschland, immer stärker zu schwinden scheint, befassen sich die genannten Disziplinen intensiv mit der Verdichtung, Ausdifferenzierung und Professionalisierung der öffentlichen Kommunikation sowie mit der Popularisierung der Medien seit den ersten Anfängen des Buchdrucks. Von dort ging der in den letzten drei Jahrzehnten zu beobachtende Aufschwung kommunikationsgeschichtlicher Forschung aus. Nur ein Beispiel: Gestützt nicht unwesentlich auf die frühere zeitungs- und publizistikwissenschaftliche Forschung hat sich durch grundlegende Studien etwa von Rudolf Schenda (Volk ohne Buch, 1970), Rolf Engelsing (Analphabetentum und Lektüre, 1973) oder Reinhart Siegert (Aufklärung und Volkslektüre, 1978) eine historische Leser- und Mediennutzungsforschung herausgebildet, die sich mit der Analyse historischer Kommunikationsprozesse, ihren Trägern, Mitteln und Institutionen, ihren Ausprägungen und ihren Folgen für den gesellschaftlichen Wandel befasst.

Dagegen ist die kommunikationshistorische Forschung in der Kommunikationswissenschaft schwächer als noch vor einem Jahrzehnt institutionalisiert. Es mangelt an institutsübergreifender Kommunikation und Kooperation, die interdisziplinäre Zusammenarbeit steht auf schwachen Füßen, es fehlt ein zentrales Publikationsorgan. Hinzu kommt, daß nur wenige Fachinstitute in ihren Studienordnungen die Lehrgegenstände der Kommunikationsgeschichte oder auch nur ihres Partialaspekts, der Mediengeschichte, hinreichend verankert haben. Nicht wenige Fachvertreter, zumal die jüngeren, betrachten Kommunikationsgeschichte kaum noch als eine konstituierende Erkenntnisperspektive ihres Fachs, sondern eher als schmückendes Beiwerk; thematisch einschlägige und methodisch fundierte Habilitationen gelten inzwischen bei Berufungen auf Professuren der Disziplin, welche die Historizität ihrer zentralen Gegenstände immer mehr aus den Augen zu verlieren droht, eher als belastend denn als förderlich.

In dieser Situation will das Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte ein interdisziplinäres Forum sein, das kommunikationsgeschichtliche Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit in der Kommunikationswissenschaft und über die Fachgrenzen hinweg vorstellt. Zugleich will es die historische Forschung in der Kommunikationswissenschaft anregen und dazu beitragen, der kommunikationshistorischen Forschung aus den anderen Disziplinen Aufmerksamkeit und Resonanz zu verschaffen.

Der konzeptionelle Aufbau des Jahrbuchs folgt einem vierteiligen Gliederungsprinzip. Aufsätzen zur Kommunikationsgeschichte ist der erste Teil vorbehalten. Bevorzugt werden dabei quellennahe Forschungen, die in ihren Fragestellungen sowohl an den Problemen der Vergangenheit als auch an den Interessen der Gegenwart orientiert sind. Die Miszellen, der zweite Teil, sollen aktuelle Forschungsberichte über die Erschließung, Einordnung und Bewertung wichtiger kommunikationshistorischer Quellenbestände bieten. Eine möglichst breite Information über kommunikationshistorische Publikationen strebt das Jahrbuch in seinem dritten und vierten Teil an. Der ausführliche Rezensionsteil bemüht sich um kurze prägnante Besprechungen wichtiger Monographien, Sammlungen und Editionen. Die von Wilbert Ubbens (SuUB Bremen) bearbeitete Bibliographie der Aufsatzliteratur wertet mehr als 100 internationale Zeitschriften und Serien aus zahlreichen relevanten Disziplinen aus und verzeichnet zu Titeln, bei denen es erforderlich ist, kurze Annotationen. Ein Register erschließt die wichtigen Sachen und Personen, die im Textteil der Aufsätze und Miszellen Erwähnung finden.

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Presse und Geschichte - Neue Beiträge

herausgegeben von Astrid Blome, Holger Böning und Michael Nagel

Band 1-43 herausgegeben von Holger Böning, Michael Nagel und Johannes Weber

Die Entwicklung der Moderne ist ohne Druckerpresse nicht vorstellbar. Ihre Produkte sind Gegenstand dieser Reihe, wobei die periodischen Schriften - Kalender, Zeitung, Zeitschrift, Intelligenzblatt - im Mittelpunkt stehen. Doch auch andere Schriften und ihre Wirkungen sind nicht ausgeschlossen, Reisebeschreibungen etwa, die der Weltaneignung dienten, oder Autobiographien, die zur Selbstverständigung des Lesepublikums beitrugen. Ziel ist es, Bedeutung und Reichtum der publizistischen und literarischen Produktion zu erfassen, wie sie maßgeblich die Entwicklung der modernen Gesellschaft geprägt hat und bis heute unseren Alltag bestimmt.

Bisher erschienen:

Bd. 1: Astrid Blome (Hg.): Zeitung, Zeitschrift, Intelligenzblatt und Kalender. Beiträge zur historischen Presseforschung. Bremen 2000 (mit Abb.)
Bd. 2: Arnulf Kutsch, Johannes Weber: 350 Jahre Tageszeitung. Forschungen und Dokumente. Bremen 2002 (mit zahlreichen Abb.)
Bd. 3: Astrid Blome, Volker Depkat: Von der "Civilisirung" Rußlands und dem "Aufblühen" Nordamerikas im 18. Jahrhundert. Leitmotive der Aufklärung am Beispiel deutscher Rußland- und Amerikabilder. Bremen 2002 (mit Abb.)
Bd. 4: Wynfrid Kriegleder, Andrea Seidler, Jozef Tancer (Hg.): Deutsche Sprache und Kultur im Raum Preßburg. Bremen 2002 (mit Abb.)
Bd. 5: Holger Böning: Welteroberung durch ein neues Publikum. Die deutsche Presse und der Weg zur Aufklärung. Hamburg und Altona als Beispiel. Bremen 2002
Bd. 6: Holger Böning: Periodische Presse. Kommunikation und Aufklärung. Hamburg und Altona als Beispiel. Bremen 2002
Bd. 7: Sven Halse: Eine Reise für das Leben. Handwerker-Autobiographien 1700-1910. Bremen 2002
Bd. 8: Harro Zimmermann: WortWörtlich. Kleine Arbeiten zur Literaturgeschichte im Radio. Bremen 2003
Bd. 9: Aissatou Bouba: "Kinder des Augenblickes". Die Ethnien Deutsch-Nordkameruns in deutschsprachigen Reiseberichten (1850-1919). Bremen 2008
Bd. 10: Michael Nagel (Hg.): Reisen - Erkunden - Erzählen. Bilder aus der europäischen Etnologie und Literatur. Bremen 2004 (mit Abb.)
Bd. 11: Wynfrid Kriegleder, Andrea Seidler (Hg): Deutsche Sprache und Kultur, Literatur und Presse in Westungarn / Burgenland. Bremen 2004 (mit Abb.)
Bd. 12: Holger Böning: Der Traum von einer Sache. Zukunftsentwürfe im politischen Lied der Bundesrepublik und der DDR. Bremen 2004
Bd. 13: Deutsche Presseforschung. Geschichte, Projekte und Perspektiven eines Forschungsinstituts der Universität Bremen. Nebst einigen Beiträgen zur Bedeutung der historischen Presseforschung. Bremen 2004
Bd. 14: Peter Albrecht, Holger Böning (Hg.): Historische Presse und ihre Leser. Studien zu Zeitungen und Zeitschriften, Intelligenzblättern und Kalendern in Norddeutschland. Bremen 2005
Bd. 15: Karl Heinz Kremer: Johann van den Birghden (1582-1645). Kaiserlicher und königlich-schwedischer Postmeister zu Frankfurt am Main. Bremen 2005
Bd. 16: Holger Böning, Hans Wolf Jäger, Andrzej Katny, Marian Szczodrowski (Hg.): Danzig und der Ostseeraum. Sprache, Literatur, Publizistik. Bremen 2005
Bd. 17: Thomas Habel: "Gelehrte Journale" der Aufklärung. Zur Entstehung, Entwicklung und Entschließung deutschsprachiger Rezensionszeitschriften des 18. Jahrhunderts. Bremen 2005
Bd. 18: Manuela Schulz: Zenitungslektüre und Landarbeiterschaft. Eine kommunikationsgeschichtliche Studie zur Verbreitung des Zeitungslesens im 19. und 20. Jahrhundert. Bremen 2005
Bd. 19: Brigitte von Schönfels: "Das Erlebte ist immer das Selbsterlebte". Das Reisefeuilleton in deutschen Zeitungen zwischen der Revolution von 1848 und der Reichseinigung. Bremen 2005
Bd. 20: Inge Buck: Denn der Stein ist für ewig. Von Friedhöfen und jüdischen Museen, Engeln und Blinden, Bewahrung der Schöpfung und Klosterschweinen. Hörbilder aus den Zeiten des fast versunkenen Kulturradios. Bremen 2005
Bd. 21: Susanne Marten-Finnis, Markus Winkler (Hg.): Die jüdische Presse im europäischen Kontext 1686-1990. Bremen 2006
Bd. 22: Lutz Voigtländer: Krieg für den "gemeinen Mann". "Der mit einem Sächsischen Bauer von jetzigem Kriege redende Französische Soldat". Eine neue Form der Berichterstattung in einer Wochenschrift des 18. Jahrhunderts. Zugleich ein kleine Geschichte des Siebenjährigen Krieges zwischen Kolin und Zorndorf. Bremen 2006
Bd. 23: Martin Welke, Jürgen Wilke (Hg.): 400 Jahre Zeitungen. Die Entwicklugn der Tagespresse im internationalen Kontext. Bremen 2007
Bd. 24: Wynfried Kriegleder, Andrea Seidler, Jozef Tancer (Hg.): Deutsche Sprache, Kultur und Presse in der Zips. Bremen 2007
Bd. 25: Holger Böning, Werner Ort (Hg.): Das Goldmacherdorf oder wie man reich wird. Ein historisches Lesebuch von Heinrich Zschokke. Bremen 2007
Bd. 26: Imanuel Geiss: Nation und Nationalismen. Versuche über ein Weltproblem 1962-2006. Bremen 2007
Bd. 27: Holger Böning, Hanno Schmitt, Reinhart Siegert (Hg.): Volksaufklärung. Eine praktische Reformbewegung des 18. und 19. Jahrhunderts. Bremen 2007
Bd. 28: Susanne Marten-Finnis, Markus Bauer unter Mitarbeit von Markus Winkler (Hg): Die jüdische Presse - Forschungsmethoden - Erfahrungen - Ergebnisse. Bremen 2007
Bd. 29: Eleonore Lappin, Michael Nagel (Hg.): Frauen und Frauenbilder in der jüdischen Presse von der Aufklärung bis 1945. Bremen 2007
Bd. 30: Hartwig Gebhardt: Mir fehlt eben ein anständiger Beruf. Leben und Arbeit des Auslandskorrespondenten Hans Tröbst (1891-1939). Materialien zur Sozial- und Kulturgeschichte des deutschen Journalismus im 20. Jahrhundert. Bremen 2007
Bd. 31: Nicole Waibel: Nationale und patriotische Publizistik in der Freien Reichsstadt Augsburg. Studien zur periodischen Presse im Zeitalter der Aufklärung (1748-1770). Bremen 2008
Bd. 32: Jozef Tancer: Im Schatten Wiens. Zur deutschsprachigen Presse und Literatur im Pressburg des 18. Jahrhunderts. Bremen 2008
Bd. 33: Uta Egenhoff: Berufsschriftstellertum und Journalismus in der Frühen Neuzeit. Eberhard Werner Happels Relationes Curiosae im Medienverbund des 17. Jahrhunderts. Bremen 2008
Bd. 34: Markus Winkler: Jüdische Identitäten im kommunikativen Raum. Presse, Sprache und Theater in Czernowitz bis 1923. Bremen 2007
Bd. 35: Arnulf Kutsch: Leseinteresse und Lektüre. Die Anfänge der empirischen Lese(r)forschung in Deutschland und den USA. Studie zur Frühgeschichte der Bibliothekswissenschaft und der Zeitungskunde. Bremen 2008
Bd. 36: Astrid Blome, Holger Böning (Hg.): Presse und Geschichte. Leistungen und Perspektiven der historischen Presseforschung. Bremen 2008
Bd. 37: Eleonore Lappin, Michael Nagel (Hg.): Deutsch-jüdische Presse und jüdische Geschichte. Dokumente, Darstellungen, Wechselbeziehungen / The German Jewish Press and Jewish History, Documents, Representations, Interrelations, Bd. 1: Identität, Nation, Sprache; Jüdische Geschichte und jüdisches Gedächtnis; Der Westen im Osten, der Osten im Westen; Konzepte jüdischer Kultur / Identity, Nation, Language; Jewish History and Jewish Memoirs; The West in the East, the East in the West; Concepts of Jewish Culture. Bremen 2008
Bd. 38: Eleonore Lappin, Michael Nagel (Hg.): Deutsch-jüdische Presse und jüdische Geschichte. Dokumente, Darstellungen, Wechselbeziehungen / The German Jewish Press and Jewish History, Documents, Representations, Interrelations, Bd. 2: Religion und Politik in der europäisch-jüdischen Presse vor der Shoah; Antisemitismus, Faschismus und Nationalsozialismus, 1880-1943; Neuorientierungen nach der Shoah / Religion and Politics in the European jewish Press prior to the Shoah; Anti-Semitism, Fascism and National Socialism, 1880-1943; Reorientation after the Shoah. Bremen 2008
Bd. 39: Susanne Marten-Finnis, Markus Winkler (Hg.): Presse und Stadt. Zusammenhänge - Diskurse - Thesen. Bremen 2009
Bd. 40: Teresa Tschui: Wie solche Figur zeiget. Der schweizerische Volkskalender als Bildmedium vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Bremen 2009
Bd. 41: Wynfrid Kriegleder, Andrea Seidler, Jozef Tancer (Hg.): Deutsche Sprache und Kultur, Presse und Literatur in Siebenbürgen. Bremen 2009
Bd. 42: Tilman T. R. Rau: Das Commercium Litterarium. Die erste medizinische Wochenschrift in Deutschland und die Anfänge des medizinischen Journalismus. Bremen 2009
Bd. 43: Holger Dainat (Hg.): Heinrich Zschokke. Deutscher Aufklärer - Schweizer Revolutionär - Publizist - Volkspädagoge - Schriftsteller - Politiker. Bremen 2009
Bd. 44: Irmtraud Ubbens: Sein Kampf für Recht, Freiheit und Anstand war notorisch. Moritz Goldstein - "Inquit". Journalist und Gerichtsberichterstatter an der Berliner "Vossischen Zeitung". Bremen 2009
Bd. 45: Jürgen Wilke: Massenmedien und Journalismus in Geschichte und Gegenwart. Gesammelte Studien. Bremen 2009
Bd. 46: Esther-Beate Körber: Zeitungsextrakte. Aufgaben und Geschichte einer funktionellen Gruppe frühneuzeitlicher Publizistik. Bremen 2009
Bd. 48: Stefanie Averbeck-Lietz, Petra Klein, Michael Meyen (Hg.): Historische und systematische Kommunikationswissenschaft. Festschrift für Arnulf Kutsch. Bremen 2009

in Vorbereitung:

Bd. 47: Esther-Beate Körber: Zeitungsextrakte. Kommentierte Biobibliographie einer funktionellen Gruppe frühneuzeitlicher Publizistik. Bremen 2010
Bd. 49: Werner Greiling, Franziska Schulz (Hg.): Vom Autor zum Publikum. Kommunikation und Ideenzirkulation um 1800 im Vergleich. Bremen 2010
Bd. 50: Holger Böning: Der Musiker und Komponist Johann Mattheson als Hamburger Publizist. Studie zu den Anfängen der Moralischen Wochenschriften und der deutschen Musikpublizistik. Bremen 2010
Bd. 51: Arnulf Kutsch / Johannes Weber (Hg.): 350 Jahre Tageszeitung. Forschungen und Dokumente. 2. durchgesehen Auflage. Bremen 2010

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Die jüdische Presse - Kommunikationsgeschichte im europäischen Raum.
The European Jewish Press - Studies in History and Language

herausgegeben von Susanne Marten-Finnis und Michael Nagel

Die historische deutsch-jüdische und europäisch-jüdische Presse gewinnt in der aktuellen Forschung zunehmend an Bedeutung. Innerhalb der jüdischen Geschichte, vor allem in der Ausprägung und Diskussion einer jeweils zeitbezogenen jüdischen Identität, spielt sie eine wichtige Rolle. Detailreich und differenziert forcieren und dokumentieren die historischen jüdischen Zeitungen und Zeitschriften, Kalender, Almanache, Jahrbücher etc. seit der Haskala eine teils innerjüdische, teils in die Allgemeinheit zielende Auseinandersetzung um politische, gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse, Ziele und Vorstellungen, um Abwehr und Selbstbehauptung gegenüber Judenfeindschaft und Antisemitismus. Umgekehrt erschließt sich diese Presse aus dem Kontext der europäisch-jüdischen Geschichte, die soziale, politische wie kulturelle Aspekte beinhaltet und einen integralen Bestandteil der allgemeinen Geschichte darstellt. Die interdisziplinär angelegte zweisprachige Reihe bringt neuere Beiträge zur Erforschung der europäisch-jüdischen Presse seit der Aufklärung.

The academic discussion of recent years has embraced the cultural history of European Jewry including the burgeoning of the Jewish press in the modern period. Jewish newspapers and journals, calendars, almanacs, and annuals have been gaining increasing attention from scholars of various disciplines. The reasons are twofold: firstly, the availability of source material, and the application of new media for electronic data storage and retrieval; secondly the opening out of textual studies to the study of context, for meanings are created by context. The perspectives of history and language are just two of many approaches applied today to investigate the Jewish press: history, because of the way that press mirrored Jewish life in Europe; language, because of the specific role the press adopted in generating and shaping Jewish consciousness. There are two aspects to the latter approach, namely the active part that text has always played in the construction of Jewish identities, and the use of different languages in the press as another revealing characteristic of this multilingual field of production. In a more universal sense, the Jewish press is a legacy for studying the widest sphere of Jewish cultural activity, and for examining the reactions to the crises and opportunities of modernity reflected in it; not least, the press can offer relevant insights into the rise of European anti-Semitism. The current bilingual series has undertaken to accommodate recent approaches to the study of the modern Jewish press and to keep scholars abreast with ongoing developments in this field of research.

Bisher erschienen:

Bd. 1: Susanne Marten-Finnis, Markus Winkler (Hg.): Die jüdische Presse im europäischen Kontext 1686-1990. Bremen 2006 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 21)
Bd. 2: Susanne Marten-Finnis, Markus Bauer unter Mitarbeit von Markus Winkler (Hg): Die jüdische Presse - Forschungsmethoden - Erfahrungen - Ergebnisse. Bremen 2007 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 28)
Bd. 3: Eleonore Lappin, Michael Nagel (Hg.): Frauen und Frauenbilder in der jüdischen Presse von der Aufklärung bis 1945. Bremen 2007 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 29)
Bd. 4: Markus Winkler: Jüdische Identitäten im kommunikativen Raum. Presse, Sprache und Theater in Czernowitz bis 1923. Bremen 2007 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 34)
Bd. 5: Susanne Marten-Finnis, Markus Winkler (Hg.): Presse und Stadt. Zusammenhänge - Diskurse - Thesen. Bremen 2009 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 39)
Bd. 6: Eleonore Lappin, Michael Nagel (Hg.): Deutsch-jüdische Presse und jüdische Geschichte. Dokumente, Darstellungen, Wechselbeziehungen / The German Jewish Press and Jewish History, Documents, Representations, Interrelations, Bd. 1: Identität, Nation, Sprache; Jüdische Geschichte und jüdisches Gedächtnis; Der Westen im Osten, der Osten im Westen; Konzepte jüdischer Kultur / Identity, Nation, Language; Jewish History and Jewish Memoirs; The West in the East, the East in the West; Concepts of Jewish Culture. Bremen 2008 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 37)
Bd. 7: Eleonore Lappin, Michael Nagel (Hg.): Deutsch-jüdische Presse und jüdische Geschichte. Dokumente, Darstellungen, Wechselbeziehungen / The German Jewish Press and Jewish History, Documents, Representations, Interrelations, Bd. 2: Religion und Politik in der europäisch-jüdischen Presse vor der Shoah; Antisemitismus, Faschismus und Nationalsozialismus, 1880-1943; Neuorientierungen nach der Shoah / Religion and Politics in the European jewish Press prior to the Shoah; Anti-Semitism, Fascism and National Socialism, 1880-1943; Reorientation after the Shoah. Bremen 2008 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 38)
Bd. 8: Irmtraud Ubbens: Sein Kampf für Recht, Freiheit und Anstand war notorisch. Moritz Goldstein - "Inquit". Journalist und Gerichtsberichterstatter an der Berliner "Vossischen Zeitung". Bremen 2009 (zugleich Presse und Geschichte - Neue Beiträge, Band 44)

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Studien zur Publizistik. Bremer Reihe - Deutsche Presseforschung

Die Buchreihe "Studien zur Publizistik. Bremer Reihe - Deutsche Presseforschung" erschien in verschiedenen Verlagen (Bände 1 bis 12 bei Verlag C. J. Fahle GmbH., Münster/Westf., Bände 13 bis 21 der Bremer Reihe, die beim Bremer Schünemann Universitätsverlag erschienen sind, wurden vom Münchener Verlag K. G. Saur KG übernommen, bei dem auch die Bände 22 ff. erschienen), herausgegeben zunächst von Lutz Mackensen, sodann von Elger Blühm und schließlich gemeinsam von Elger Blühm und Hartwig Gebhardt von 1958 bis 1992. Sie umfasst insgesamt 28 Bände, von denen einige maßgeblich das Renommee des Instituts für Deutsche Presseforschung begründeten, da durch sie entweder Grundlagenwerke zur Verfügung gestellt oder Bestandsaufnahmen der aktuellen Forschungen zur historischen Presse vorgenommen wurden.

Bd. 1: Kurt Koszyk: Zwischen Kaiserreich und Diktatur. Die sozialdemokratische Presse von 1914 bis 1933. Münster 1958
Bd. 2: Günter Schulz: Schillers Horen. Politik und Erziehung. Analyse einer deutschen Zeitschrift. Münster 1959
Bd. 3: Karl John Richard Arndt und May E. Olson: Deutsch-amerikanische Zeitungen und Zeitschriften 1732-1955. Geschichte und Bibliographie. Münster 1961
Bd. 4: Irene Fischer-Frauendienst: Bismarcks Pressepolitik. Münster 1963
Bd. 5: Icko Iben: The Germanic Press of Europe. An Aid to Research. Münster 1965
Bd. 6: Liselotte von Reinken: Deutsche Zeitungen über Königin Christine. Eine erste Bestandsaufnahme. Münster 1966 (mit Abb.)
Bd. 7: Jürgen Blunck: Die Kölner Zeitungen und Zeitschriften vor 1814. Eine Bibliographie mit Standortnachweis. Münster 1966
Bd. 8 Werner Vogt: Politische Karikaturen aus 120 Jahren deutscher und bremischer Geschichte. Münster 1967 (mit Abb.)
Bd. 9: Karl Heinz Kranhold: Frügeschichte der Danziger Presse. Münster 1967 (mit Tafeln)
Bd. 10: Barbara Baems: Ost und West - Eine Zeitschrift zwischen den Fronten. Münster 1968
Bd. 11: Herbert Karl Kalbfleisch: The History of the Pioneer German Language Press of Ontario, Canada. 1835-1918. Münster 1968
Bd. 12: Elisabeth Matz: Die Zeitungen der US-Armee für die deutsche Bevölkerung (1944-1946). Münster 1969 (mit Abb.)
Bd. 13: B. Uwe Weller: Maximilian Harden und die "Zukunft". Bremen 1970
Bd. 14: Margarete Plewnia: Auf dem Weg zu Hitler. Der "völkische" Publizist Dietrich Eckart. Bremen 1970 (mit Abb.)
Bd. 15: Heinz-Dietrich Fischer: Parteien und Presse in Deutschland seit 1945. Bremen 1971 (mit Abb.)
Bd. 16: Volker Mauersberger: Rudolf Pechel und die "Deutsche Rundschau". Eine Studie zur konservativ-revolutionären Publizistik in der Weimarer Republik (1918-1933). Bremen 1971
Bd. 17: Else Bogel/Elger Blühm: Die deutschen Zeitungen des 17. Jahrhunderts. Ein Bestandsverzeichnis mit historischen und bibliographischen Angaben. 2 Bände, Bremen 1971. 3. Band: Nachtrag, bearb. von Elger Blühm, Brigitte Kolster, Helga Levin. Bremen 1985
Bd. 18: Christian Ernst Siegel: Egon Erwin Kisch. Reportage und politischer Journalismus. Bremen 1973
Bd. 19: Else Bogel: Schweizer Zeitungen des 17. Jahrhunderts. Beiträge zur frühen Pressegeschichte von Zürich, Basel, Bern, Schaffhausen, St. Gallen und Solothurn. Bremen 1973 (mit Abb.)
Bd. 20: Hans-Detlef Griesche: Die Bremer Hochschulreform und die Presse. Eine Analyse der Berichterstattung 1970/1971. Bremen 1974
Bd 21: Helga Brandes: Die "Gesellschaft der Maler" und ihr literarischer Beitrag zur Aufklärung. Eine Untersuchung zur Publizistik des 18. Jahrhunderts. Bremen 1974
Bd. 22: Elke Hilscher: Die Bilderbogen im 19. Jahrhundert. München u.a. 1977 (mit Abb.)
Bd. 23: Presse und Geschichte. Beiträge zur historischen Kommunikationsforschung. Referate einer internationalen Fachkonferenz der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Presseforschung / Universität Bremen 5.-8. Oktober 1976 in Bremen. München u.a. 1977
Bd. 24: Ulla Wischermann: Frauenfrage und Presse. Frauenarbeit und Frauenbewegung in der illustrierten Presse des 19. Jahrhunderts. München u.a. 1983 (mit Abb.)
Bd. 25: Martin Henkel/Rolf Taubert: Die deutsche Presse 1848-1850. Eine Bibliographie. München u.a. 1986 (mit Abb.)
Bd. 26: Presse und Geschichte II. Neue Beiträge zur historischen Kommunikationsforschung. München u.a. 1987. (mit Abb.)
Bd. 27: Gerhardt Petrat: Einem besseren Dasein zu Diensten. Die Spur der Aufklärung im Medium Kalender zwischen 1700 und 1919. München u.a. 1991 (mit Abb.)
Bd. 28: Holger Böning (Hg.): Französische Revolution und deutsche Öffentlichkeit. Wandlungen in Presse und Alltagskultur am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. München u.a. 1992 (mit Abb.)